Gewerkschaft: Mehrere Hundert Beschäftigte bei Amazon mit Corona infiziert
Bei Amazon Deutschland haben sich insgesamt mehrere Hundert Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am 16. Dezember 2020 mit. Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher sagte Golem.de auf Anfrage, der Onlinehändler kommentiere Fallzahlen nicht. Amazon hat derzeit in Deutschland 16.000 Festangestellte und beschäftigt aktuell 10.000 Saisonkräfte.
In Garbsen bei Hannover, in Bayreuth und in Borgstedt (Schleswig-Holstein) werden laut Verdi Hygiene, Abstandhalten und Sauberkeit vernachlässigt.
Dies sieht Amazon ganz anders: "Wir haben bisher über 150 Prozesse in unserem Logistiknetzwerk maßgeblich verändert und schätzen, dass wir 2020 weltweit rund zehn Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit COVID-19 ausgeben werden" , erklärte Eichenseher. Es gelte ein höherer Mindestabstand von zwei Metern.
Der Sprecher fügte hinzu: "Wir haben schon in der sehr frühen Phase der Pandemie die Reinigung im gesamten Gebäude verstärkt, auch in den Toiletten. Unsere Logistikzentren sind klimatisiert, für Luftaustausch ist gesorgt. Eine Überprüfung der Klimaanlage in Bad Hersfeld durch das Gesundheitsamt hat die einwandfreie Funktion und die Sicherheit der Klimaanlage bestätigt. Die Gesundheitsämter haben unsere Gebäude wiederholt besucht und bestätigen uns, dass wir mit Temperaturmessungen, Mund-Nasen-Schutz, Einbahn-Regelungen, Abstandsmarkierungen, gestaffelten Schicht- und Pausenzeiten und vielen zusätzlichen Maßnahmen ein sicheres Arbeitsumfeld geschaffen haben." Den Beschäftigten werde gesagt: Wer sich krank fühle, müsse zu Hause bleiben.
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