Gewerkschaft: Kündigungsprämie von Amazon wird kaum genutzt
Die Gewerkschaft Verdi kritisiert das Angebot von Amazon, Lagerarbeitern eine Prämie zu zahlen, wenn sie das Unternehmen verlassen. Verdi-Sprecher Günter Isemeyer sagte Golem.de auf Anfrage: "Ähnliche Offerten gibt es auch in Deutschland. Nach unseren Informationen wird davon aber nur in geringem Umfang Gebrauch gemacht. Amazon-Standorte befinden sich ja hauptsächlich in Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit."
Vermutlich sollten solche Aktionen das Unternehmen in gutem Licht erscheinen lassen. Die Möglichkeit, sich darum zu bewerben, das Unternehmen mit einer kleinen Abfindung zu verlassen, mache aus Amazon keinen besseren Arbeitgeber.
Amazon Deutschland bietet seinen Lagerarbeitern ähnlich wie der Mutterkonzern in den USA in den sogenannten Fulfillment Centern einmal im Jahr einen Betrag ab 5.000 Euro an, wenn sie das Unternehmen verlassen. "Das Angebot gibt es auch in Deutschland", sagte ein Unternehmenssprecher Golem.de auf Anfrage.
Amazon sieht sich als sozial
"Das Angebot richtet sich an Logistikarbeiter, die sich beruflich neu orientieren und das Unternehmen verlassen möchten. Die angebotene Starthilfe beginnt bei 5.000 Euro und orientiert sich an der Betriebszugehörigkeit", erklärte der Sprecher. Das Angebot lasse sich auch mit dem Carreer-Choice-Programm kombinieren, bei dem es um neue Qualifikationen geht. Amazon bezahle 95 Prozent aller Schulungs- und Ausbildungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 8.000 Euro über eine Dauer von bis zu vier Jahren. Das Unternehmen sieht sich selbst als sozialen Arbeitgeber.
Laut Informationen aus einem internen Mitarbeiternewsletter trägt das Programm Pay to Quit in Deutschland die Bezeichnung The Offer.
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