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Gewalt: US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida kündigt US-Präsident Donald Trump für die nächsten Tage ein Treffen mit Vertretern der Spielebranche an. Die weiß davon allerdings nichts.
/ Peter Steinlechner
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US-Präsident Donald Trump im Februar 2018 bei einem Treffen mit Industriemanagern. (Bild: Win McNamee/Getty Images)
US-Präsident Donald Trump im Februar 2018 bei einem Treffen mit Industriemanagern. Bild: Win McNamee/Getty Images

US-Präsident Donald Trump will sich in der kommenden Woche mit Vertretern der Spielebranche treffen. Das kündigte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, laut Business Insider(öffnet im neuen Fenster) bei einer Pressekonferenz am 1. März 2018 an. Das Thema der geplanten Gespräche wurde nicht genannt, es kann aber nur um mögliche Reaktionen auf das Massaker vom 14. Februar 2018 an der Marjorie Stoneman High School in Parkland in Florida gehen, bei dem ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss.

Die Spielebranche weiß nach eigenen Angaben bislang allerdings nichts von der Veranstaltung. "Die ESA und unsere Mitgliedsunternehmen haben keine Einladung erhalten, sich mit Präsident Trump zu treffen" , zitiert ein Reporter der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) eine Erklärung der Entertainment Software Association. Der Branchenverband vertritt unter anderem Firmen wie Sony, Nintendo, Electronic Arts und Activision.

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Trump hatte nach dem Amoklauf in Florida Gewaltinhalte in Computerspielen als eine mögliche Ursache genannt. Er höre immer wieder, dass "der Grad an Gewalt in Videospielen die Gedanken junger Menschen prägt" , sagte er bei einem Treffen mit Vertretern des Kongresses am 15. Februar 2018.

Bei diesem Treffen betonte er zudem: "Ich habe einen sehr jungen Sohn, und ich beobachte einige der Dinge, die er ansieht, und ich frage mich: 'Wie ist das möglich?'" In US-Medien wie Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) wird nun diskutiert, warum der elfjährige Trump-Sohn Barren solche Filme oder Spiele verwenden darf, auch wenn sie offensichtlich nicht für ihn geeignet seien.

Zu Verwunderung führte bei dem Treffen auch die Anregung Trumps, dass ein Altersfreigabesystem für Filme und Videos sinnvoll sein könnte. Ein solches System gibt es in den USA seit langem, ebenso wie das von der ESA organisierte Altersfreigabesystem für Computerspiele, dessen Einhaltung etwa beim Verkauf an Minderjährige in großen Teilen der USA allerdings kaum überprüft wird.


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