Gewalt: US-Politiker streiten nach Amokläufen um Computerspiele

Einer der Attentäter soll Call of Duty als Anregung genannt haben: Nach Amokläufen in den USA sieht Präsident Trump einen Teil der Schuld bei gewalthaltigen Computerspielen. Andere Politiker werten dies als Ablenkungsmanöver.

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Call of Duty bei einem E-Sport-Turnier
Call of Duty bei einem E-Sport-Turnier (Bild: Jason Koerner/Getty Images)

Nach zwei Amokläufen in den USA mit insgesamt 31 Toten und Dutzenden von Verletzten streiten Politiker in den USA darüber, ob und wie sehr gewalthaltige Computerspiele einen Einfluss auf die Täter hatten. Der US-Präsident Donald Trump erklärte in einer Rede, dass die "Verherrlichung von Gewalt" in "grausamen Spielen" gestoppt werden müsse.

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Auch Kevin McCarthy, der Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus, sieht Games als eine wesentliche Ursache für die Morde. In einem Fernsehinterview auf Fox News nannte er - ohne konkret zu werden - Studien, laut denen es einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Spielen und Amokläufen gebe.

Politiker der Demokratischen Partei werten dies als Ablenkungsmanöver: "Spiele verursachen keine Amokläufe, weißes Vormachtstreben schon", schreibt etwa die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez auf Twitter als Antwort auf die Aussagen von McCarthy.

Der Vizegouverneur des Bundesstaates Texas Dan Patrick, ebenfalls Mitglied der Republikanischen Partei, hatte laut US-Medien wie Polygon darauf hingewiesen, dass einer der Attentäter in seiner im Internet veröffentlichten Erklärung auch die Actionspielereihe Call of Duty als Vorbild genannt habe. Er bezieht sich dabei auf einen Eintrag von 8Chan, der von dem Attentäter stammen soll.

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Der wichtigste US-Verband für Unterhaltungssoftware, die Electronic Software Association (ESA), wies die Vorwürfe der Politiker zurück. "Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass zwischen Videospielen und Gewalt kein kausaler Zusammenhang besteht", erklärte die Organisation.

Die zwei Amokläufe, die Anlass der Diskussion waren, erfolgten kurz hintereinander. Zuerst tötete in der texanischen Stadt El Paso ein US-Amerikaner in einem Einkaufszentrum 21 Menschen. Wenige Stunden später erschoss im Bundestaat Ohio ein weiterer Attentäter neun Menschen. In beiden Fällen gibt es den Verdacht, dass die Täter aus rassistischen Motiven gehandelt haben

Trump hatte bereits nach dem Massaker vom Februar 2018 an der Marjorie Stoneman High School in Florida die Computerspiele beschuldigt, eine Mitschuld zu tragen. Wenig später traf er sich mit Branchenvertretern und gab eine Studie in Auftrag.

Deren Ende 2018 von einer unabhängigen Regierungskommission veröffentlichte Ergebnisse entlasteten die Spielehersteller eher. Gewalt in Spielen könne zwar "einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung eines Kindes" darstellen. Es gebe aber Belege dafür, dass gewalthaltige Medien zu einem Spannungsabbau und damit zu weniger realer Gewalt führten. Die Autoren der Untersuchung schreiben außerdem, dass - anders als oft angenommen - Eltern die Altersfreigaben der Games relativ ernst nehmen würden.

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JackIsBack 11. Aug 2019

Die Linken extremen haben genauso eine Moral. Man muss sich nur die Statistiken anschauen.

schnedan 09. Aug 2019

s macht halt schlechte Presse.

SanderK 07. Aug 2019

Nun ja, es wird schon irgendwo mit dem Leichten Zugriff auf Waffen zu tun haben. Da sind...

das-emu 07. Aug 2019

Youtube ist keine Quelle, btw

HolgerKlages 06. Aug 2019

Die Aussage, dass die Schützen Computerspiele gespielt haben und deswegen auch mit ner...



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