Abo
  • Services:
Anzeige
Veränderte Gewährleistungsfristen geplant
Veränderte Gewährleistungsfristen geplant (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Gewährleistungsfristen: Verbraucherschützer wollen EU-Plan verhindern

Veränderte Gewährleistungsfristen geplant
Veränderte Gewährleistungsfristen geplant (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Die EU-Kommission erwägt, die bisherigen Gewährleistungsfristen zu deckeln. Verbraucherschützer wollen das mit einer Studie verhindern. Das soll belegen, dass eine längere Gewährleistung keinesfalls zu höheren Preisen führt, wie es vielfach behauptet wird.

Nach zwei Jahren wäre Schluss, wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht - jedenfalls bei Gewährleistungsfristen. In der gesamten EU könnte es bald nicht mehr möglich sein, auf Landesebene längere Gewährleistungsfristen als zwei Jahre zu verlangen. Der nationale Gesetzgeber wäre an die maximal erlaubten Fristen gebunden, die die EU-Kommission festsetzen möchte.

Anzeige

Längere Gewährleistung seit 2002

Das will der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) verhindern. Vielfach würde damit argumentiert, dass längere Gewährleistungsfristen zu Preiserhöhungen führen würden. In einer aktuellen Studie (PDF) haben die Verbraucherschützer die Preisentwicklung in Ländern analysiert, in denen per Gesetz die Gewährleistungsfristen verlängert wurden. Dabei wurden Telefone, Computer, Möbel, Haushaltsgeräte, Autos, Bekleidungsartikel sowie Haus- und Gartenartikel berücksichtigt.

In Deutschland gilt seit 2002 eine garantierte Gewährleistung für zwei Jahre, zuvor waren es sechs Monate. Im fraglichen Zeitraum konnten die Verbraucherschützer keine Preiserhöhung ausmachen, die auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen wäre.

EU plant Beweislastumkehr

Außerdem wurden Länder wie Schweden, Norwegen und Irland analysiert, in denen eine Gewährleistung von drei, fünf und sechs Jahren garantiert wird. Trotz der längeren Zeitspanne waren auch hier keine Preiserhöhungen auszumachen, die auf die längeren Fristen zurückzuführen wären.

An anderer Stelle wird die vorgeschlagene EU-Richtlinie für gut befunden. Denn die Beweislastumkehr soll erheblich verlängert werden, und zwar auf zwei Jahre. Im deutschen Recht liegt die Beweislast in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf beim Verkäufer. Es wird angenommen, dass das Produkt bereits fehlerhaft war, als es der Kunde gekauft hat. In den übrigen 1,5 Jahren der Gewährleistung muss der Kunde hingegen beweisen, dass das Produkt fehlerhaft ist. Gelingt ihm das nicht, muss der Verkäufer seine Gewährleistung nicht erfüllen.

"Der VW-Skandal hat eindrücklich gezeigt, dass für ein hochpreisiges Produkt wie ein Auto eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren zu kurz ist", sagt Otmar Lell, Teamleiter Recht und Handel beim VZBV. "Der Forderung nach längeren Gewährleistungsfristen wurde immer entgegengehalten, dass diese zu Preissteigerungen führten. Unsere Studie schafft Fakten, wo es vorher keine gab: Verbesserungen im Gewährleistungsrecht dank der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie haben nicht zu Preissteigerungen geführt."


eye home zur Startseite
DrWatson 01. Okt 2016

Die Detonieren ja innerhalb des Gewähleistungszeitraums, also weiß ich gar nicht was du...

DrWatson 29. Sep 2016

Gerade deshalb sollte man zwischen Ziel und Konsequenz eine Regel unterscheiden. Nur...

pointX 29. Sep 2016

Der Händler ist dein Vertragspartner. Der hat dafür zu sorgen, dass er dir nicht jeden...

AllDayPiano 29. Sep 2016

Natürlich ist das überspitzt. Aber bei Baumängeln gelten nicht umsonst 6/7 Jahre. Stell...

GrenSo 29. Sep 2016

Sicher dass hier nicht mal wieder Gewährleistung und Garantie vertauscht und zusammen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über HRM CONSULTING GmbH, Köln
  2. Deutsche Post DHL Group, Bonn
  3. Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  4. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 8,99€
  3. 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Megaupload

    Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA

  2. PC-Markt

    Unternehmen geben deutschen PC-Käufen einen Schub

  3. Ungepatchte Sicherheitslücke

    Google legt sich erneut mit Microsoft an

  4. Torus

    CoreOS gibt weitere Eigenentwicklung auf

  5. Hololens

    Verbesserte AR-Brille soll nicht vor 2019 kommen

  6. Halo Wars 2 im Test

    Echtzeit-Strategie für Supersoldaten

  7. Autonome Systeme

    Microsoft stellt virtuelle Testplattform für Drohnen vor

  8. Limux

    Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts

  9. Betriebssysteme

    Linux 4.10 beschleunigt und verbessert

  10. Supercomputer

    Der erste Exaflops-Rechner wird in China gebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Apple: Planet der affigen Fernsehshows
Apple
Planet der affigen Fernsehshows
  1. Streaming Vodafone GigaTV ermöglicht Fernsehen unterwegs
  2. Kabelnetz Unitymedia hat neue Preise für Internetzugänge
  3. Deutsche TV-Plattform über VR "Ein langer Weg vom Wow-Effekt zum dauerhaften Format"

Mobile-Games-Auslese: Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler

München: Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
München
Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
  1. US-Präsident Zuck it, Trump!
  2. Begnadigung Danke, Chelsea Manning!
  3. Glasfaser Nun hängt die Kabel doch endlich auf!

  1. Re: Eine Instanz hat Kim noch...

    crazypsycho | 21:12

  2. Re: Na ja, "bisher als sicher"

    Wallbreaker | 21:12

  3. Re: Es führt kein Weg an Windows vorbei

    matok | 21:11

  4. Re: Endlich Schluss mit diesem Klamauk

    Poison Nuke | 21:10

  5. Re: "Schaden"

    User_x | 21:10


  1. 18:33

  2. 17:38

  3. 16:38

  4. 16:27

  5. 15:23

  6. 14:00

  7. 13:12

  8. 12:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel