Gesundheitsministerium: Ab nächster Woche wieder Impfzertifikate aus Apotheken

Nach einer Sicherheitslücke bei der Ausstellung von Impfzertifikaten will das Gesundheitsministerium bisher keinen Betrug festgestellt haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Apotheken sollen wieder digitale Impfnachweise ausstellen dürfen.
Apotheken sollen wieder digitale Impfnachweise ausstellen dürfen. (Bild: Aslak Raanes/CC-BY 2.0)

Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder digitale Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der Deutschen Presse Agentur (dpa) am 23. Juli mit, dass Apotheken in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen sollen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können.

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Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am 22. Juli Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Den Sicherheitsforschern André Zilch und Martin Tschirsich war es gelungen, sich Zugang zum Portal der Apotheken zu verschaffen. Dazu gaben sie sich mit gefälschten Dokumenten als Apothekenbetreiber aus und beantragten einen Zugang zum Portal. Anschließend konnten sie selbst beliebige Impfzertifikate ausstellen.

Ministerium konnte bisher keinen Betrug feststellen

Laut Gesundheitsministerium waren von der Sicherheitslücke potenziell nur die wenigen Hundert Apotheken betroffen, die nicht Mitglied des DAV sind. "Alle erteilten Zugänge werden bereits überprüft und verifiziert. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von Impfzertifikaten gekommen", teilte das Ministerium mit.

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Allerdings gab es bereits Berichte über illegal erstellte Impfzertifikate, die über das Darknet und Messenger gehandelt werden sollen.

Sollten tatsächlich unbefugt Zertifikate erstellt worden sein, würden diese sich nicht ohne Weiteres zurückrufen lassen, da dies vom System nicht vorgesehen ist. Schlimmstenfalls müssten alle bis dato von den Apotheken ausgestellten Zertifikate - immerhin 25 Millionen - zurückgezogen werden.

Laut dem Ministerium wird außerdem daran gearbeitet, die Sicherheit bei der Ausstellung von Impfzertifikaten zu erhöhen, indem der Prozess in die Telematikinfrastruktur eingebunden wird. Diese vernetzt verschiedene Akteure im Gesundheitswesen digital, zum Beispiel Ärzte und Krankenkassen.

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max_ 24. Jul 2021

Der große Fehler war doch, dass es nicht ein Zertifikat pro Apotheke gibt sondern eins...

buntklicker.de 24. Jul 2021

Macht es denn einen großen Unterschied, ob jemand ein gefälschtes digitales Zertifikat...

franzropen 24. Jul 2021

"Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von...

Vögelchen 24. Jul 2021

Ja, eigentlich sollte man anhand unzähliger anderer Beispiele so einen Bock eigentlich...



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