Gesundheitsgefahr durch Kopfhörer: Diese Modelle schneiden besonders schlecht ab
Eine aktuelle Studie warnt vor den gesundheitlichen Risiken beim Tragen von Kopfhörern. Wir haben die Ergebnisse analysiert und zeigen, welche Kopfhörer großer Marken besonders viele gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Bei einigen Markenherstellern fallen die Ergebnisse je nach Modell unterschiedlich aus.
In der Studie(öffnet im neuen Fenster) wurden 81 Kopfhörerprodukte untersucht. Die Untersuchung fand im vergangenen Jahr statt, so dass nur Produkte untersucht wurden, die vor Anfang 2025 auf den Markt gekommen sind. Viele erschienen bereits 2024 oder vorher. Von zahlreichen Herstellern wurden nur ausgewählte Produkte untersucht, so dass keine generellen Aussagen zu bestimmten Herstellern möglich sind.
Dabei wurde berücksichtigt, ob schädliche Substanzen in Komponenten zu finden waren, die Hautkontakt haben oder nicht. Daraus wurde das Gesundheitsrisiko ermittelt. Nur ein Produkt eines der großen Hersteller schnitt hier besonders schlecht ab: Razers Gaming-Kopfhörer Kraken V3, weil er als einziger besonders viele problematische Stoffe enthält.
Diese Kopfhörer sind problematisch
Dahinter folgen 17 Produkte, die von den Forschern als bedenklich eingestuft wurden. Von Apples Kopfhörermarke Beats sind der Hörstöpsel Solo Buds und der Kopfhörer Solo 4 betroffen. Zudem tauchen der Premium-Kopfhörer Quiet Comfort Headphones von Bose, die Premium-Hörstöpsel Elite 10 Gen 2 von Jabra sowie die Hörstöpsel Wave Beam von JBL auf.
Zur Liste gehören auch der Gaming-Kopfhörer G733 Lightspeed von Logitech und die Marshall-Hörstöpsel Motif II ANC, Philips' Kopfhörer SHD8850 und die Premium-Hörstöpsel Galaxy Buds 3 Pro von Samsung. Sennheiser steht mit den Hörstöpseln Accentum True Wireless sowie den beiden Kopfhörermodellen Accentum Wireless und Momentum 4 Wireless auf der Liste.
Ebenfalls mit dabei: Sonys Premium-Hörstöpsel WF-1000XM5 sowie die Hörstöpsel Redmi Buds 5 Pro von Xiaomi. Auf der Liste gibt es auch einige Produkte, die speziell für Kinder gedacht sind. Eltern können sich also nicht darauf verlassen, dass von diesen Produkten weniger Gesundheitsgefahren ausgehen.
Auch Kinderkopfhörer haben viele schädliche Substanzen
Dazu gehören die beiden Kopfhörermodelle Grom Kids von Skullcandy und die JR310BT von JBL sowie die Hörstöpsel Care Buds Blue des weniger bekannten Herstellers My First Care. Letzterer stellt vor allem Kinderkopfhörer her; umso bedenklicher ist, dass er bislang offenbar nichts gegen die Belastung durch gesundheitsgefährdende Substanzen tut.
Der Mittelklasse-Kopfhörer Ult Wear von Sony nimmt eine Sonderrolle ein, weil er als einziges Produkt in der Untersuchung mit einer mittelschweren Belastung in allen Bereichen eingestuft wurde. Damit rückt er aus dem Gefahrenbereich und wird von der Studie als Produkt mit nur geringer Belastung eingestuft.
Das gilt auch für fünf weitere Kopfhörermodelle, weil sie gesundheitsgefährdende Substanzen nur in Bereichen aufweisen, die keinen Hautkontakt haben. Dazu gehören Apples erster Kopfhörer Airpods Max (g+), Boses Premium-Hörstöpsel Quiet Comfort Ultra Earbuds der ersten Generation, JBLs Premium-Hörstöpsel Tour Pro 3 sowie die beiden Sony-Hörstöpsel Link Buds Fit und WF-C510.
Diese Kopfhörer werden als unbedenklich bewertet
Acht Produkte der großen Markenhersteller wurden in der Studie als überwiegend unbedenklich eingestuft, weil sie nur gering belastet sind. Dazu zählen Apples Premium-Hörstöpsel Airpods Pro 2 mit USB-C-Ladeetui sowie die beiden Premium-Hörstöpsel Freebuds Pro 3 und Freebuds Pro 4 von Huawei.
Ebenfalls in dieser Rubrik sind die JBL-Kopfhörer Tune 720BT, die Marshall-Kopfhörer Major V sowie Philips' Kinder-Kopfhörer TAK4206 zu finden. Sony ist mit zwei Produkten in diesem Segment vertreten: dem Premium-Kopfhörer WH-1000XM5 und dem Einsteiger-Kopfhörer WH-CH720N.
Die Forscher fanden in fast allen Kopfhörern Bisphenole, die den Hormonhaushalt stören können. Auch das weitgehend verbotene Bisphenol A (BPA) wurde in 98 Prozent der Proben nachgewiesen. Der Ersatzstoff Bisphenol S (BPS) war in mehr als 75 Prozent der untersuchten Kopfhörer zu finden.
Viele der in der Studie untersuchten Produkte sind mittlerweile nicht mehr verfügbar, weil sie von Nachfolgeprodukten abgelöst wurden. Wer also derzeit auf Nummer sicher gehen möchte und garantiert nur Kopfhörer-Produkte kaufen will, von denen keine Gesundheitsgefahr ausgeht, hat es mitunter schwer, sie noch zu bekommen.
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