Gesundheitsdaten: Perplexity Health verknüpft Patientenakten mit KI-Suche
Der KI-Anbieter Perplexity hat mit Perplexity Health(öffnet im neuen Fenster) eine Erweiterung seiner Suchplattform vorgestellt, die persönliche Gesundheitsdaten direkt in die Analyse einbezieht. Das System agiert als Schnittstelle zu verschiedenen Datenquellen, um medizinische Anfragen auf Basis der individuellen Nutzerhistorie zu beantworten. Damit verschärft sich der Wettbewerb im Sektor der KI-Gesundheitsdienste, in dem zuletzt Microsoft ( Copilot Health(öffnet im neuen Fenster) ), OpenAI ( ChatGPT Health ) und Anthropic (Claude for Healthcare) eigene Lösungen präsentierten.
Vernetzung von Fitness-Trackern und Krankenakten
Bisher sind medizinische Informationen meist über verschiedene Portale und Apps verteilt. Perplexity Health zielt darauf ab, diese Fragmente an einem Ort zusammenzuführen. Zum Start unterstützt der Dienst die Anbindung an Apple Health sowie den Zugriff auf elektronische Patientenakten von mehr als 1,7 Millionen Leistungserbringern. Technisch basiert die Infrastruktur auf einer Partnerschaft mit B.well, dessen Netzwerk laut eigenen Angaben sogar mehr als 2,4 Millionen Anbieter sowie 350 Krankenversicherungen und Labore umfasst.
Als direkte Startpartner lassen sich Daten von Plattformen wie Fitbit, Ultrahuman, Withings und der Zyklus-App Clue integrieren. Eine Unterstützung für Oura sowie den Labordienst Function soll in Kürze folgen. Durch die Verknüpfung kann die KI bei Anfragen zu Biomarkern, beispielsweise dem Ruhepuls, gleichzeitig die aktuelle körperliche Aktivität, die kardiologische Vorgeschichte und die neuesten Blutwerte berücksichtigen. Parallel dazu erstellt das System ein Dashboard, das Trends der verschiedenen Biomarker über die Zeit visualisiert.
Validierung durch Fachliteratur und Beirat
Um die Verlässlichkeit der Aussagen zu erhöhen, greift Perplexity Health laut eigenen Angaben vorrangig auf klinische Leitfäden und Peer-Review-Fachzeitschriften zurück statt auf SEO-optimierte Webinhalte. Jede Antwort wird mit Zitaten direkt aus dem Quellmaterial belegt. Zur Einhaltung klinischer Standards rief das Unternehmen zudem ein "Health Advisory Board" aus Medizinern und Forschern ins Leben.
Hinsichtlich des Datenschutzes gibt Perplexity an, dass Informationen sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt werden. Die Daten sollen explizit nicht für das Training der KI-Modelle verwendet und nicht an Dritte verkauft werden. Nutzer behalten die Möglichkeit, Datenquellen jederzeit zu trennen oder Informationen zu löschen. Perplexity Health wird in den kommenden Wochen zunächst für Pro- und Max-Nutzer in den USA ausgerollt.
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