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Gesundheit: Große Koalition plant E-Health-Gesetz

In Deutschland sollen Patienten bald verstärkt elektronisch betreut werden können. Ein Gesetzesvorhaben sieht vor, Schnittstellen zu vereinheitlichen. In den USA wird schon ausgewertet, was Patienten mit ihren Kreditkarten kaufen, um ihr Gesundheitsrisiko einzuschätzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das elektronische Gesundheitssystem soll gestärkt werden.
Das elektronische Gesundheitssystem soll gestärkt werden. (Bild: mattza/CC BY-SA 2.0)

Das sogenannte E-Health-Gesetz soll noch 2014 in Deutschland auf den Weg gebracht werden. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dadurch soll es einfacher werden, Patienten mithilfe von elektronischer Kommunikation zu betreuen. Auf die Vorgaben haben sich nach Spiegel-Informationen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sowie die Gesundheitsexperten der Koalition, Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD), geeinigt.

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Software-Standards und Schnittstellen sollen in Krankenhäusern und bei Ärzten vereinheitlicht werden, damit Untersuchungsunterlagen einfacher elektronisch übermittelt werden können. Auch der Arztbrief soll für die anschließende Versorgung häufiger digital übermittelt werden. Für einen elektronischen Medikationsplan soll der Weg ebenfalls geebnet werden.

Die große Koalition will nun konkrete Fristen für die weitere Entwicklung der umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte setzen.

In den USA ist der elektronische Datenaustausch schon weiter fortgeschritten, wie Businessweek berichtet. In North und South Carolina werden bei einem Big Data Projekt Kunden- und Patientendaten ausgewertet, um Hochrisikopatienten zu identifizieren. Dabei geht es um die Daten von zwei Millionen Menschen, die von Carolinas Healthcare verwaltet werden. Der Plan: Die Ärzte sollten aktiv werden, bevor der Patient krank wird.

Das Unternehmen Carolina Healthcare kauft dazu Daten von Händlern, die Kundenbindungssysteme und Kreditkartentransaktionen auswerten. Aus diesen Daten könne der Lebensstil umfassender ausgewertet werden als durch gelegentliche Arztbesuche oder Laboruntersuchungen allein. So sollen gefährliche Entwicklungen rechtzeitig erkannt werden. Ärzte sollen diese Daten erhalten, um so früh wie möglich zu intervenieren. Die einzelnen Transaktionen bleiben den Ärzten unbekannt, so dass lediglich Scoringwerte übrig bleiben. Das könnte sich in den kommenden Jahren jedoch ändern, berichtete ein Vertreter des Krankenhauskonzerns gegenüber Bloomberg. Dazu müssten jedoch Vereinbarungen geändert werden.

Das Arzt-Patientenverhältnis könne deutlichen Schaden nehmen, warnen Kritiker. Wenn der Arzt bereits wisse, wie sich sein Patient verhalte, könnte sich das Gespräch vom Austausch von Informationen zu einer inquisitorischen Auseinandersetzung über sein Verhalten entwickeln.

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User_x 08. Jul 2014

Kommt darauf an, was man als schlimm bezeichnet? Schlimm ist es dann, wenn ich als...

Spaghetticode 07. Jul 2014

Wie bitte? Sowas gibts? Verschlafen glaube ich noch, aber vergessen?

Spaghetticode 07. Jul 2014

Wenn deine Bank wirklich die Daten weiterverkauft, solltest du lieber die Bank wechseln...

Spaghetticode 07. Jul 2014

Zumindest auf der Kreditkartenabrechnung steht nur Amazon drauf, aber keine Artikel.

Anonymer Nutzer 07. Jul 2014

Das war vorhersehbar, da in den USA schon lange daran gearbeitet wird. Wozu das führt...


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