Gestiegene Nachfrage: Samsung soll größte OLED-Fabrik der Welt bauen
Samsung hat laut einem Bericht von ETNews(öffnet im neuen Fenster) Ende Juni 2017 mit dem Bau einer neuen Fabrik für biegsamere OLED-Displays begonnen. Die neue OLED-Fabrik A5 soll eine um etwa 30 Prozent höhere Produktionskapazität bieten als Samsungs bisher größte Anlage. Biegsam heißt allerdings nicht, dass die Displays vom Nutzer gebogen oder gefaltet werden können(öffnet im neuen Fenster).
Der Bericht basiert auf Informationen von Lieferanten, welche die neue Fabrik mit Produktionsmaschinen ausstatten sollen. Die Lieferanten könnten aufgrund der Gespräche bereits die Größe und geplante Kapazität der neuen OLED-Fabrik abschätzen. Im Juli 2017 solle sich der Aufsichtsrat von Samsung Display treffen und die endgültigen Investitionspläne für die neue Fabrik verabschieden.
Die Fabrik soll in den nächsten 1,5 Jahren entstehen und ab 2019 produktiv werden. Den Angaben zufolge muss Samsung mindestens 4,37 Milliarden US-Dollar in Maschinen investieren, um eine monatliche Produktionskapazität von 60.000 Panels zu erzielen. Um die volle Produktionskapazität von 180.000 Panels pro Monat zu erreichen, müssten sogar 14 Milliarden US-Dollar investiert werden. Die Mutter-Panels werden anschließend in die eigentlichen Panels zerteilt. Die Investitionen sollen über drei Jahre hinweg erfolgen.
iPhone 8 soll die Nachfrage nach OLEDs anheizen
Laut einem Bericht von Nikkei(öffnet im neuen Fenster) aus dem April 2017 soll Apple 70 Millionen OLED-Bildschirme für ein künftiges Smartphone bestellt haben, das den Namen iPhone 8 tragen und im Herbst 2017 auf den Markt kommen soll. Zumindest zum Marktstart käme Samsungs neue Fabrik damit zu spät. Mitte April 2016 wurde bekannt, dass Apple mit Samsung einen Vertrag über die Fertigung von 100 Millionen OLED-Displays geschlossen hat.
Nachtrag vom 4. Juli 2017, 23:48 Uhr
Samsung hat die Planungen offiziell bestätigt.
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