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Gestensteuerung: Volkswagen verbannt die Knöpfe aus dem Golf

CES 2015
Gestensteuerung ist der Schlüssel zur Zukunft – sagt Volkswagen und hat auf der CES den Golf R Touch vorgestellt, dessen Cockpit ohne Knöpfe und Schalter auskommt, wenn man vom Lenkrad absieht. Stattdessen wird das Fahrzeug mit Handbewegungen und Touchscreens kontrolliert.
/ Michael Linden
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Der Golf R Touch wird nur noch mit Gesten und Touchscreens bedient. (Bild: Volkswagen)
Der Golf R Touch wird nur noch mit Gesten und Touchscreens bedient. Bild: Volkswagen

Den VW Golf der Zukunft können sich Besucher der CES 2015 schon jetzt ansehen: Volkswagen zeigt auf der Elektronikmesse den Golf R Touch, dessen Funktionen und Anzeigen mit Gesten gesteuert werden. Ein Touchscreen muss nach Angaben des Automobilherstellers nicht immer genutzt werden. Lichtschalter, Fensterheber – all das gibt es im Golf der Zukunft nur noch digital.

Ein Wischen in Richtung Frontscheibe soll zum Beispiel das Schiebedach schließen, in gegenteiliger Richtung wird es geöffnet. Auch die Sitze lassen sich mit ähnlichen Gesten verstellen. Eine spezielle Geste verhindert, dass der Fahrer aus Versehen die Bewegungssteuerung bedient und läutet die Erkennung ein. Ebenso gibt es eine Handbewegung, mit der die Gestenerkennung wieder deaktiviert wird. Die stereoskopische Kamera zur Gestenerkennung befindet sich im Dach.

Steuerung per Gesten oder Touchscreen

Der Golf R Touch trägt seinen Namen aber nicht zu Unrecht. Zwei der drei Displays sind als Touchscreen ausgeführt. Das auffälligste befindet sich im oberen Teil der Mittelkonsole, ist 12,8 Zoll groß und erreicht eine Auflösung von 2.560 x 1.700 Pixeln. Hier wird größtenteils die Navigationsfunktion abgebildet.

Unter dem Hauptdisplay befindet sich noch ein kleinerer Bildschirm mit einer 8 Zoll großen Diagonale, der den Platz des Autoradios und dessen Funktionen einnimmt. Außerdem kann damit die Klimaanlage reguliert werden. Das Display gibt eine haptische Rückkopplung per Vibration, was verhindern soll, dass der Fahrer beim Bedienen auf die Anzeigen schauen muss, was ihn vom Verkehrsgeschehen ablenken könnte.

Ein Slider statt mehrere Schieberegler

Getrennt werden beide Displays über ein weiteres Eingabeinstrument, das Wischbewegungen erkennt. Hierüber können diverse Lautstärke-Regelungen vorgenommen werden – je nachdem, wie viele Finger gleichzeitig auf dem Slider ruhen, werden entweder die Musikwiedergabe, die Lautstärke der Freisprecheinrichtung oder andere Funktionen verändert. Auch die Innenraumbeleuchtung und andere Funktionen, für die es bislang eigene Knöpfe und Schieberegler gab, können hiermit bedient werden.

Für den Fahrer sicherlich wichtiger ist das 12,3 Zoll große Instrumentendisplay – denn VW hat auch hier sämtliche anderen Anzeigen digitalisiert. Tachometer, Drehzahlmesser und diverse Temperaturen werden hier abgebildet. Was gerade wichtig ist, kann größer dargestellt werden.

Den Golf R Touch bezeichnet VW selbst als mittelfristige Zukunft. Wann entsprechende Fahrzeuge auf den Markt kommen werden, gab das Unternehmen aber nicht bekannt.

VW kündigte zudem an, in Zukunft die Smartphone-Schnittstellen Android Auto von Google und Car Play von Apple sowie Mirrorlink zu unterstützen. Die Infotainmentsysteme mit derartiger Unterstützung sollen in Europa noch 2015 eingeführt werden.


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