Gestensteuerung: Matchpoint macht aus jedem Objekt eine Fernbedienung

Forscher aus England haben eine Gestensteuerung entwickelt, die nicht auf Objekte, sondern bestimmte Bewegungen reagiert. Damit kann jedes Objekt oder Körperteil genutzt werden, um den Fernseher zu bedienen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gestensteuerungssystem Matchpoint: Programmwechsel mit der Kaffeetasse
Gestensteuerungssystem Matchpoint: Programmwechsel mit der Kaffeetasse (Bild: Lancaster University)

Statt der Fernbedienung reichen künftig die Fernsehzeitung, das Brillenetui oder ein Glas aus, um das Fernsehprogramm zu wechseln. Eine Gestensteuerungstechnik, die an der Universität von Lancaster in Nordengland entwickelt wurde, macht jeden beliebigen Gegenstand zur Fernbedienung. Voraussetzung für die Erkennung ist eine Webcam, welche die Gesten erfasst. Die Software erkennt dabei nicht, wie andere Systeme, einen bestimmten Körperteil, sondern sucht nach rotierenden Bewegungen.

Targets kreisen um Icons

Stellenmarkt
  1. Support Engineer für kommunale Software-Anwendungen (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), verschiedene Standorte
  2. IT-Netzwerkadministrator (m/w/d)
    Staatliche Feuerwehrschule Geretsried, Geretsried
Detailsuche

In einer Ecke des Bildschirms werden Icons eingeblendet, die für bestimmte Funktionen stehen: Lautstärkeregelung, Umschalten der Kanäle oder Aufrufen des Menüs. Sogenannte Targets umkreisen diese Icons. Die Targets stehen für die gewünschte Operation, etwa das Gerät stummzuschalten oder die Lautstärke anzupassen.

Der Nutzer synchronisiert die Bewegung des Targets und die des Objektes, das er als Fernbedienung benutzen will: etwa seine Hand, seinen Kopf oder ein beliebiges Objekt. Spontane räumliche Kopplung nennen die englischen Forscher das.

Schieberegler wird per Geste verschoben

Hat der Nutzer eine Funktion angewählt, etwa die Lautstärkeregelung, erscheint auf dem Bildschirm ein Schieberegler. Diesen bedient er dann, indem er die Hand, den Kopf oder den Gegenstand in die gewünschte Richtung bewegt.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    06.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nach der Kopplung bleiben Gegenstand oder Körperteil so lange als mit dem System gekoppelt, wie sie sich im Sichtfeld der Kamera befinden. Zum Deaktivieren werden sie kurz aus dem Sichtfeld genommen.

Matchpoint ist einfach zu bedienen

Die spontane räumliche Kopplung sei ein neuer Ansatz für Gestensteuerung, der durch die Erkennung von Bewegungen statt eines bestimmten Objekts funktioniere, sagt Christopher Clarke, der das System mit der Bezeichnung Matchpoint entwickelte. Vorteil der Technik sei, dass sie einfach zu bedienen sei: Die Software müsse nicht auf einen bestimmten Körperteil angelernt werden, und die Nutzer müssten nicht bestimmte Befehle lernen, um das System zu aktivieren. "Unsere Technik ermöglicht ein nutzerfreundlicheres Erlebnis, indem man umschaltet, ohne das Getränk wegzustellen oder die Position zu ändern, egal ob man sich auf dem Sofa entspannt oder kocht."

Die Forscher der Universität Lancaster wollen Matchpoint auf dem ACM Symposium on User Interface Software and Technology (UIST) vorstellen. Die Konferenz findet vom 22. bis 25. Oktober in Quebec in Kanada statt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Führung in der IT
Über das Unentbehrlichsein

Wie ich als Chef zum wandelnden Lexikon wurde und dabei meinen Spaß an der Arbeit verlor - und wie ich versuche, es besser zu machen.
Ein Erfahrungsbericht von @SoFuckingAgile

Führung in der IT: Über das Unentbehrlichsein
Artikel
  1. FTTC: Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent
    FTTC
    Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent

    Die Telekom sieht sich mit dem kupferbasierten Anschluss erfolgreich. Im Jahresvergleich hat sich der Kundenbestand um 1,3 Millionen auf 5,4 Millionen erhöht.

  2. Sensorfehler: Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm
    Sensorfehler
    Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm

    Ein Krabbeltier hat ein wichtiges Verkehrsmittel zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals gestoppt - indem es ein Netz über einem Sensor gesponnen hat.

  3. Financial Modeling World Cup: Excel-E-Sport im Fernsehen
    Financial Modeling World Cup
    Excel-E-Sport im Fernsehen

    Ein TV-Sender in den USA übertrug erstmals die Ausscheidung der Excel-Weltmeisterschaft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Neuer MM-Flyer • MindStar (Gigabyte RTX 3070 Ti 699€, XFX RX 6950 XT 999€) • eBay Re-Store -50% • AVM Fritz-Box günstig wie nie • Top-SSDs 1TB/2TB (PS5) zu Hammerpreisen • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs -30% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /