Gesten-Erkennung: Mauszeigerkopfsteuerung wird in MacOS eingebaut
Apple will es Nutzern künftig ermöglichen, mit Kopfbewegungen den Mauszeiger auf dem Bildschirm zu steuern. Der Nutzer wird dabei mit der Kamera im Macbook oder einer angesteckten Webcam aufgenommen. Headtracking ist im Grunde genommen nichts Neues – in der Anfangszeit mussten die Nutzer zum Beispiel Markierungspunkte auf Mützen oder Bändern tragen, damit die Kopfposition präzise erfasst werden konnte. Apples Headtracking kommt ohne zusätzliche Hardware aus.
In der Beta von MacOS Catalina 10.15.4 ist der Head Pointer bereits in den Bedienungshilfen in den Systemeinstellungen zu entdecken, wie Entwickler Guilherme Rambo(öffnet im neuen Fenster) auf Twitter schreibt.
Auch wenn der Mauszeiger selbst mit Kopfbewegungen gesteuert werden kann – mit dem Kopf allein kann der Nutzer nicht klicken. Dazu hat sich Apple verschiedene Lösungen einfallen lassen. In den alternative Zeigeraktionen könne der Anwender beispielsweise einen Taster dazu bestimmen oder sogar einen Gesichtsausdruck wählen. Auch die Sprachsteuerung lasse sich zum Klicken nutzen, teilte Apples leitender Entwickler Michael Gorbach(öffnet im neuen Fenster) mit, der mit seinem Team die neuen Funktionen entwickelt hat.
Apple-Chef Tim Cook betonte schon 2017, dass er Barrierefreiheit als Menschenrecht sehe. Bei Investitionen in solche Software-Unterstützungen sei ihm die Rendite egal, sagte Cook im Hinblick auf die Bedienungshilfen in Apples Betriebssystemen.
Apple gewann 2015 den Inklusionspreis(öffnet im neuen Fenster) für die Funktion Voiceover, die in MacOS und iOS angeboten wird. Voiceover(öffnet im neuen Fenster) ist eine Bildschirmvorlesefunktion, die in die Betriebssysteme eingebaut ist. Damit sagt der Rechner nicht nur, was auf dem Bildschirm passiert, sondern bietet dem Nutzer über Menüfunktionen und Tasten auch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Die Steuerung ist so auch möglich, ohne dass der Nutzer den Bildschirm erkennt.
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Auch Microsoft bietet zahlreiche Bedienungshilfen in Windows und in Anwendungssoftware wie Office an. In Microsoft Office sowie in Office 365 sind bereits einige Funktionen enthalten, die das Erstellen von barrierefreien Dokumenten erleichtern sollen.
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