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Gesperrtes Konto: Doch kein endgültiger Datenverlust bei Microsoft

Microsoft erklärte ein Konto für unwiederbringlich verloren. Jetzt ist es mitsamt Onedrive-Fotos und Spielen wieder da.
/ Peter Steinlechner
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Joshua Khane erklärt, dass er seinen Account wieder hat (Bild: Joshua Khane)
Joshua Khane erklärt, dass er seinen Account wieder hat Bild: Joshua Khane

Nachdem der Fall eines nach einem Hackerangriff gesperrten Microsoft-Kontos weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, gibt es eine überraschende Wende: Der betroffene Streamer Joshua Khane hat wieder Zugriff auf sein Microsoft-Konto.

Nach seinen Angaben auf X(öffnet im neuen Fenster) sind auch sein Onedrive-Speicher, seine Spielebibliothek und die persönlichen Fotos seines Sohns wieder verfügbar.

In einem Video bedankt sich Khane ausdrücklich für die Unterstützung in sozialen Netzwerken und durch Medienberichte. "Ich habe meine Konten zurück. Ich habe alles zurück", sagt er. Besonders erleichtert ist er über die geretteten Familienbilder.

Gleichzeitig kritisiert er den Umgang des Unternehmens mit dem Fall. Microsoft habe ihm zuvor mitgeteilt, sein Konto sei dauerhaft gesperrt worden und eine Wiederherstellung ausgeschlossen.

In einer zuvor veröffentlichten E-Mail hatte Microsoft dem Streamer tatsächlich geschrieben, die Sperre sei "unumkehrbar". Zudem erklärte das Unternehmen, auf die in Onedrive gespeicherten Dateien könne nicht mehr zugegriffen werden. "Selbst unsere Ingenieure können sie nicht wiederherstellen", schrieb Microsoft. Das Konto müsse dauerhaft geschlossen bleiben, um weiteren Missbrauch zu verhindern.

Dass Khane nun doch wieder Zugriff auf sämtliche Inhalte hat, widerspricht der Darstellung. Entweder war eine Wiederherstellung technisch und organisatorisch doch möglich, oder die ursprüngliche Antwort des Supports spiegelte den tatsächlichen Handlungsspielraum nicht korrekt wider.

Mehr Transparenz bei Microsoft nötig?

Nach Ansicht von Khane habe erst die öffentliche Aufmerksamkeit geholfen. "Es brauchte einen Beitrag mit Millionen Aufrufen", sagt er. Sein Eindruck: "Es ist nicht so, dass sie das Konto nicht zurückbringen können – sie tun es nicht, wenn du niemand bist."

Microsoft hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, warum der zunächst als endgültig bezeichnete Fall letztlich doch gelöst werden konnte. Denkbar ist, dass der Support zunächst nur den regulären Prozess anwenden durfte und der Fall später an ein spezialisiertes Team übergeben wurde.

Vermutlich hat zuvor die mediale Aufmerksamkeit eine erneute Prüfung auf höherer Ebene ausgelöst. Eine entscheidende Frage bleibt vorerst offen: Warum teilte Microsoft einem Kunden zunächst mit, selbst die eigenen Ingenieure könnten die Daten nicht wiederherstellen, wenn genau das am Ende doch möglich war?

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