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Gesperrter Lockscreen: Cortana-Fehler ermöglicht Codeausführung

Ein Fehler in Cortana ermöglicht einem Angreifer die Ausführung von Code von einem gesperrten Windows -Sperrbildschirm aus. Microsoft hat den Fehler am Patch Tuesday behoben.
/ Hauke Gierow
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Cortana auf dem Windows-Lockscreen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Cortana auf dem Windows-Lockscreen Bild: Martin Wolf/Golem.de

Ein Fehler in Cortana ermöglicht einem Angreifer mit physischem Zugang zum Gerät die Ausführung von Befehlen, etwa über Windows Powershell. Der Fehler CVE-2018-8140(öffnet im neuen Fenster) wurde von Microsoft mit dem aktuellen Patch Tuesday behoben. Gefunden hatten das Problem Sicherheitsforscher von McAfee(öffnet im neuen Fenster) , sie nutzten dabei einen gesperrten Windows-Rechner mit aktivierter Cortana-Funktion.

Dazu muss ein Angreifer auf dem gesperrten Lockscreen Cortana aufrufen - entweder über den Mikrofon-Befehl oder über den Sprachbefehl "Hey Cortana". Wenn der Nutzer dann eine Frage stellt, etwa nach der Uhrzeit, wird das bekannte Windows-Menü geöffnet, das beste verfügbare Ergebnis ist dann vorausgewählt. Dazu muss jedoch während der Frage die Leertaste gedrückt werden. Wird das Menü mit Esc geschlossen und erneut die Leertaste betätigt, erscheint ein Menü mit leerer Eingabeaufforderung.

Sicherheitslücke in Cortana
Sicherheitslücke in Cortana (02:56)

Nutzer können in dieses Suchfeld beliebige Befehle eintragen, lediglich die Backspace-Taste funktioniert hier nicht. Als Beispiel nennen die Forscher den Befehl "powershell [console]::beep(2000,1000)", der im Hintergrund einen Piepton auslöst. Ist der Befehl korrekt geschrieben, wird er als Kommando erkannt und in der Ergebnisliste angezeigt. Ein Klick auf das Feld löst dann den Befehl aus.

In einem Proof-Of-Concept zeigen die Forscher einen weiteren Angriff. Dabei wird das Windows-Passwort eines Nutzers zurückgesetzt und durch ein neues ersetzt. Dazu wird ein entsprechendes Powershell-Skript auf einem USB-Stick hinterlegt, der lokal angeschlossen wird. Das Skript wird über den oben beschriebenen Weg aufgerufen und hinterlegt ein neues Passwort. Eine Nutzerinteraktion ist dafür nach Angaben der Forscher nicht erforderlich.

Microsoft hat den Fehler mit dem aktuellen Patchday behoben. Die Patches sollten schnell installiert werden, alternativ kann als kurzfristiger Workaround Cortana deaktiviert werden. Cortana kann auch nur für den Sperrbildschirm deaktiviert werden.


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