Abo
  • IT-Karriere:

Gesichtserkennung: Programmierer veröffentlicht Bilder aus Tinder auf Kaggle

Tinder-Bilder sind kein Match für Gesichtserkennung: Ein Programmierer aus den USA hat sich mehrere Zehntausend Bilder aus der Dating-App Tinder beschafft. Er hat sie ins Netz gestellt, damit Algorithmen für die Gesichtserkennung daran trainiert werden können.

Artikel veröffentlicht am ,
Smartphone mit Tinder-App (Symbolbild): Bilder auf Anfrage von Tinder entfernt
Smartphone mit Tinder-App (Symbolbild): Bilder auf Anfrage von Tinder entfernt (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Bilder aus Tinder für eine andere Art von Match: Ein Programmierer hat 40.000 Bilder aus der Mobile-Rating-App herausgezogen. Die Bilder wollte er als Beispieldaten für Experimente mit künstlicher Intelligenz nutzen.

Stellenmarkt
  1. Camelot Management Consultants AG, Mannheim, Köln, München, Basel (Schweiz)
  2. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München

Der Datensatz besteht aus den Bildern von Nutzern aus der Bay Area im US-Bundesstaat Kalifornien. Es sind zur Hälfte Männer und Frauen. Da viele Nutzer mehrere Bilder in ihrem Profil einstellen, sind es mutmaßlich weniger als 40.000 Personen. Der Programmierer konnte sich die Bilder mit Hilfe eines Scripts über die API von Tinder beschaffen. Das Script hat er auf Github veröffentlicht.

Die Bilder waren bei Kaggle abrufbar

Er veröffentlichte die Bilder unter dem Titel People of Tinder unter einer CC0-Lizenz auf der Plattform Kaggle. Die Bilder waren in mehrere .zip-Dateien aufgeteilt: Vier enthielten jeweils etwa 10.000 Bilder. Hinzu kamen zwei Dateien mit je 500 Bildern, getrennt nach Geschlechtern.

Kaggle ist eine Plattform, die Wettbewerbe für Maschinenlernen, Datamining und Vorhersagemodelle veranstaltet. Unternehmen oder Forschungseinrichtungen können dort ihre Daten einstellen. Die Mitglieder der Community entwickeln dann Modelle zur Auswertung. Google hat Kaggle vor kurzem gekauft.

Datensätze für die Gesichtserkennung sind oft zu klein

Die Bilder sollten Kaggle-Nutzer als Beispiele für Gesichtserkennungssysteme dienen. Er sei die üblichen Datensätze, an denen Algorithmen für die Gesichtserkennung trainiert würden, leid gewesen, begründet er auf Github. Sie seien meist zu klein und zu streng in ihrer Struktur. "Tinder gibt einem Zugriff auf Tausende von Menschen in einem Umkreis von wenigen Meilen. Warum nicht Tinder nutzen, um einen besseren, größeren Datensatz mit Gesichtern zu erzeugen?"

Anders als dem Programmierer sind den Verantwortlichen bei Tinder einige Gründe eingefallen, warum besser kein Datensatz mit Gesichtern aus ihrem Angebot aufgebaut werden sollte. Sie kontaktierten Kaggle und verlangten, dass die Bilder entfernt würden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,12€
  2. 12,99€

Franer 03. Mai 2017

Über die Neuveröffentlichung braucht man nicht diskutieren: Die war vollkommen eindeutig...

chill 03. Mai 2017

Welche Bot-API hast du den verwendet? Hast du einen GitHub Link dafür?

ArnoNymous 02. Mai 2017

Er hat die Tinder API genutzt. Man kommt da an ziemlich alles. Fast so einfach wie auf...

Tigtor 02. Mai 2017

Der ist so unglaublich schlecht, dass er schon wieder komisch ist XD

Bill S. Preston 02. Mai 2017

Also muss der Erdowan nicht Fragen sondern kann einfach selber runterladen.


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
    In eigener Sache
    Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

    Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

    1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
    2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
    3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

      •  /