Gesichtserkennung: Kundendaten von Clearview abgegriffen

Das US-Unternehmen Clearview ist durch seine enorme Datenbank für Gesichtserkennung bekanntgeworden. Nach einem Datenleck könnte die Öffentlichkeit erfahren, wer wie häufig dessen Dienste nutzt.

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Mit Hilfe der Gesichtserkennungsdatenbank von Clearview wollen Behörden Verdächtige ermitteln.
Mit Hilfe der Gesichtserkennungsdatenbank von Clearview wollen Behörden Verdächtige ermitteln. (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Beim US-Anbieter von Gesichtserkennungsdiensten, Clearview AI, hat es offenbar ein Datenleck gegeben. In einem Schreiben an seine Kunden teilte das Unternehmen nach Angaben des US-Portals The Daily Beast mit, dass ein nicht-autorisierter Zugriff auf die interne Kundendatenbank registriert worden sei. Die Datei habe eine Liste der Kunden, die Anzahl ihrer jeweiligen Nutzeraccounts und die Zahl der Anfragen enthalten. Die Server von Clearview und die Systeme seien jedoch nicht kompromittiert worden.

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Die bis Januar 2020 kaum bekannte Firma soll in den vergangenen Jahren heimlich eine Gesichtsdatenbank mit Milliarden von Fotos aufgebaut haben. Einem Bericht der New York Times zufolge wurde der Zugang zu der Datenbank im vergangenen Jahr mehr als 600 Behörden als Service angeboten. Welche Polizei- und Ermittlungsbehörden die Dienste von Clearview tatsächlich in welchem Umfang genutzt haben, ist bislang hingegen nicht bekannt.

Angeblich höchste Treffergenauigkeit der Welt

Das könnte jedoch passieren, wenn die Kundenliste geleakt werden sollte. Laut Clearview soll die Liste nicht den Suchverlauf der Behörden enthalten. "Sicherheit hat bei Clearview höchste Priorität", sagte Firmenanwalt Tor Ekeland auf Anfrage von Daily Beast. Der Vorfall sei in dem Kundenschreiben nicht als Hack bezeichnet worden.

Das Unternehmen wirbt mit einer Treffergenauigkeit von 98,6 Prozent. Das sei "die höchste der Welt" und bedeute, dass es fast nie Falschtreffer gebe. In einem Dokument (PDF) wird eine Trefferquote von 30 bis 60 Prozent angegeben.

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