Gesichtserkennung: Kundendaten von Clearview abgegriffen

Das US-Unternehmen Clearview ist durch seine enorme Datenbank für Gesichtserkennung bekanntgeworden. Nach einem Datenleck könnte die Öffentlichkeit erfahren, wer wie häufig dessen Dienste nutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Hilfe der Gesichtserkennungsdatenbank von Clearview wollen Behörden Verdächtige ermitteln.
Mit Hilfe der Gesichtserkennungsdatenbank von Clearview wollen Behörden Verdächtige ermitteln. (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Beim US-Anbieter von Gesichtserkennungsdiensten, Clearview AI, hat es offenbar ein Datenleck gegeben. In einem Schreiben an seine Kunden teilte das Unternehmen nach Angaben des US-Portals The Daily Beast mit, dass ein nicht-autorisierter Zugriff auf die interne Kundendatenbank registriert worden sei. Die Datei habe eine Liste der Kunden, die Anzahl ihrer jeweiligen Nutzeraccounts und die Zahl der Anfragen enthalten. Die Server von Clearview und die Systeme seien jedoch nicht kompromittiert worden.

Stellenmarkt
  1. Global Process Owner Software Architecture (m/w/d)
    Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Schwieberdingen, Schwieberdingen bei Stuttgart
  2. Firewall- und Netzwerkengineer (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München, Bayreuth
Detailsuche

Die bis Januar 2020 kaum bekannte Firma soll in den vergangenen Jahren heimlich eine Gesichtsdatenbank mit Milliarden von Fotos aufgebaut haben. Einem Bericht der New York Times zufolge wurde der Zugang zu der Datenbank im vergangenen Jahr mehr als 600 Behörden als Service angeboten. Welche Polizei- und Ermittlungsbehörden die Dienste von Clearview tatsächlich in welchem Umfang genutzt haben, ist bislang hingegen nicht bekannt.

Angeblich höchste Treffergenauigkeit der Welt

Das könnte jedoch passieren, wenn die Kundenliste geleakt werden sollte. Laut Clearview soll die Liste nicht den Suchverlauf der Behörden enthalten. "Sicherheit hat bei Clearview höchste Priorität", sagte Firmenanwalt Tor Ekeland auf Anfrage von Daily Beast. Der Vorfall sei in dem Kundenschreiben nicht als Hack bezeichnet worden.

Das Unternehmen wirbt mit einer Treffergenauigkeit von 98,6 Prozent. Das sei "die höchste der Welt" und bedeute, dass es fast nie Falschtreffer gebe. In einem Dokument (PDF) wird eine Trefferquote von 30 bis 60 Prozent angegeben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite

Der Verbrauch bei einem Elektroauto von VW schwankt über das Jahr ordentlich. Anders beim Verbrenner. Doch dessen Verbrauch ist ungleich höher.

Elektromobilität: Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite
Artikel
  1. Digitale Dienste und Märkte: Wie DSA und DMA umgesetzt werden
    Digitale Dienste und Märkte
    Wie DSA und DMA umgesetzt werden

    Die Verordnungen über digitale Dienste und Märkte sind inzwischen in Kraft getreten. An ihrer Umsetzung können Interessenvertreter sich noch beteiligen.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!
     
    Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!

    Ohne Clouddienste geht heute in vielen Unternehmen nicht mehr viel. Die Golem Karrierewelt liefert unverzichtbares Cloud-Know-how mit 50 Prozent Black-Week-Rabatt.
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. Cosmoteer im Test: Factorio im Weltraum
    Cosmoteer im Test
    Factorio im Weltraum

    Eine einzige Person hat über viele Jahre die Sandbox Cosmoteer entwickelt. Dort bauen wir Raumschiffe und kämpfen im All. Achtung, Suchtpotenzial!
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN850 1TB 129€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • SanDisk SSD Plus 1TB 59€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 • Mindfactory: XFX Speedster ZERO RX 6900 XT RGB EKWB Waterblock LE 809€ [Werbung]
    •  /