Dezentral mit zentralem Router

Das Prüm-System ist dezentral aufgebaut, es werden also die Datenbanken der Mitgliedstaaten untereinander vernetzt. Ergibt sich ein Treffer, erhalten anfragende Strafverfolgungsbehörden eine Positivmeldung. Anschließend können sie über das Instrument der Rechtshilfe in Strafsachen weitere Informationen anfordern.

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Im Rahmen der Erweiterung auf Gesichtsbilder will die Kommission die Architektur des Systems grundsätzlich verändern. So sollen die Abfragen nicht mehr in jedem Mitgliedstaat gleichzeitig, sondern über einen zentralen Router erfolgen. Dieser wird bei der Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen in Estland angesiedelt. Der Vorschlag, auch einen Server zur zentralen Speicherung der Daten im Prüm-Verbund einzurichten, hat sich im Kommissionsentwurf aber nicht durchgesetzt.

Nicht alle EU-Staaten haben den Prüm-Beschluss von 2008 wie vorgeschrieben vollständig umgesetzt. Als letzte Länder folgen derzeit Italien und Griechenland, das Schengen-Mitglied Norwegen ist technisch ebenfalls noch nicht bereit. Aber auch unter den aktiven Mitgliedern läuft die Prüm-Abfrage nicht reibungslos. Länder wie Zypern oder Dänemark können nur bei wenigen anderen Teilnehmern DNA-Profile abfragen, Lettland und Frankreich haben ähnliche Probleme mit Fingerabdrücken. Zudem fehlt in vielen Ländern die technische Infrastruktur für den Anschluss aller zuständigen Behörden. Für das gesamte System werden dafür 1.134 Schnittstellen eingerichtet.

Vernetzung mit "Biometriespeicher"

Besonders weitgehend ist der Plan, das Prüm II auch mit neuen Datensammlungen aller Schengenstaaten zu vernetzen. Im Projekt "Interoperabilität" errichtet die Kommission derzeit einen zentralen "Biometriespeicher", in dem Fingerabdrücke und Gesichtsbilder aller vorhandenen Datenbanken zusammengefasst werden.

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Dieses Datensilo wird aus dem Schengener Informationssystem, dem Visa-Informationssystem, der Asyl-Fingerabdruckdatei Eurodac und dem Strafregister für Drittstaatsangehörige gespeist. Das dort installierte Abgleichsystem stammt von einem Konsortium aus den französischen Firmen Idemia und Sopra Steria und soll 300 Millionen Euro kosten.

Hunderte Millionen weiterer biometrischer Daten sammelt die EU mit dem Einreise-/Ausreisesystem, das nächstes Jahr in Betrieb gehen soll. Die EU-Kommissarin für Inneres Ylva Johansson nennt es das "fortschrittlichste Außengrenzschutzsystem der Welt". Alle Angehörigen von Drittstaaten, egal aus welchem Grund sie in die EU einreisen, müssen beim Grenzübertritt in die EU vier Fingerabdrücke und ihr Gesichtsbild abgeben. Auch diese Vorratsdatenspeicherung wird dem neuen "Biometriespeicher" angegliedert.

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 Gesichtsbilder: Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr DatenzugriffDaten von Geheimdiensten aus Drittstaaten 
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NativesAlter 28. Jan 2022

Fixed it for you. ;) SCNR

k2r 28. Jan 2022

Hey, die Leute gehen immerhin dafür auf die Strasse, OHNE Maske in den Supermarkt gehen...

k2r 28. Jan 2022

Das kommt natürlich wieder völlig überraschend und ist natürlich wieder total vergessen...

Leviosa 27. Jan 2022

Nicht bei Politiker mit beleidigen oder Sarkastischen Äusserungen, wenn dich dann die...



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