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Gesichtsausdruck: Apple kauft für 2 Milliarden US-Dollar das Start-up Q.ai

In einer seiner größten Übernahmen erwirbt Apple ein israelisches Start-up im Stealth Mode. Kopfhörer, Brillen und Smartphones sollen damit neue Funktionen bekommen.
/ Achim Sawall
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Apple-Chef Tim Cook am 20. Januar 2026 beim WEF in Davos, Schweiz (Bild: Lafargue Raphael/ABACA via Reuters Connect)
Apple-Chef Tim Cook am 20. Januar 2026 beim WEF in Davos, Schweiz Bild: Lafargue Raphael/ABACA via Reuters Connect

Apple hat das Start-up Q.ai übernommen. Das berichtete die israelische Wirtschaftszeitung Calcalist(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Apple. Die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) erfuhr aus ungenannten Quellen, dass der Kaufpreis knapp zwei Milliarden US-Dollar betrage.

Q.ai arbeitet laut seiner Patente an der Erkennung von Gesichtsausdrücken, um mit Kopfhörern oder Brillen mithilfe von "Mikrobewegungen der Gesichtshaut" zu kommunizieren. Apples Senior Vice President für Hardwaretechnologien, Johny Srouji, bezeichnete Q.ai im Gespräch mit der Financial Times als "ein bemerkenswertes Unternehmen, das neue und kreative Wege zur Nutzung von Bildgebung und maschinellem Lernen beschreitet" .

Lücke zwischen menschlicher Absicht und digitaler Umsetzung schließen

Dies ist bereits der zweite Verkauf eines Unternehmens von Aviad Maizels an Apple. Maizels war Gründer des Unternehmens Primesense, dessen Bewegungssensortechnologie eine zentrale Rolle in Apples Face-ID-System spielte. Apple übernahm Primesense im Jahr 2013 für schätzungsweise 350 Millionen US-Dollar.

Tom Hulme von Google Ventures (GV), einer der Geldgeber des Start-ups, bestätigte die Übernahme durch Apple und erklärte(öffnet im neuen Fenster) : "Wir haben Q.ai 2022 in der Seed-Finanzierungsrunde gemeinsam mit unseren Freunden von Aleph angeführt und uns 2023 an der Serie A beteiligt." Q.ai habe seit seiner Gründung im Verborgenen agiert und intensiv daran gearbeitet, die Lücke zwischen menschlicher Absicht und digitaler Umsetzung zu schließen.


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