• IT-Karriere:
  • Services:

Gesetzentwurf: Regierung plant Handyortung potenziell Infizierter

Die Bundesregierung will in der Coronavirus-Krise ganz schnell neue Befugnisse schaffen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte kritisiert die Pläne.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Funkzellenabfrage könnte künftig bei Epidemien erlaubt sein.
Die Funkzellenabfrage könnte künftig bei Epidemien erlaubt sein. (Bild: Usien/GNU Free Documentation License)

Die Bundesregierung will mit einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes die Bekämpfung schwerer Epidemien neu regeln. Dazu gehört Medienberichten zufolge auch die Möglichkeit, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handystandortdaten zu ermitteln. Zudem sollten die zuständigen Behörden die Daten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen, um beispielsweise einen Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren, berichtete der Berliner Tagesspiegel.

Inhalt:
  1. Gesetzentwurf: Regierung plant Handyortung potenziell Infizierter
  2. Noch gibt es Richtervorbehalt

Seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Deutschland gibt es Überlegungen, die Standortdaten von Handys zur Bekämpfung der Krise zu nutzen. Inzwischen leitet die Deutsche Telekom anonymisierte Standortdaten an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter. Damit lassen sich laut Telekom Bewegungsströme modellieren. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat keine Einwände gegen eine solche Weitergabe.

Gesundheitsämter sollen entlastet werden

Doch die neuen Pläne gehen deutlich weiter. Bereits Anfang März 2020 hatte RKI-Präsident Lothar Wieler die Nutzung personenbezogener Handydaten ins Spiel gebracht. Am 17. März wiederholte er entsprechende Überlegungen und erklärte, dass mit einem solchen Tool die Gesundheitsämter "enorm" unterstützt werden könnten. Bislang müssten die Behörden anhand von Gesprächen mit Infizierten rekonstruieren, mit wem diese in Kontakt gestanden hätten. Das sei sehr zeitaufwendig.

"Wenn Sie sich vorstellen, dass es möglich wäre herauszufinden, anhand einer bestimmten Applikation, wer denn in den letzten zwei Wochen in einer bestimmten Entfernung und für eine bestimmte Zeit in dieser Entfernung gewesen wäre, dann wäre das natürlich zielgenauer, diese Person direkt zu kontaktieren", erläuterte Wieler und fügte hinzu: "Ich bin sehr optimistisch, dass uns das gelingen wird" und dass "wir in Kürze ein überzeugendes Konzept haben werden".

Stellenmarkt
  1. Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach bei Stuttgart
  2. Hays AG, Coburg

Nach Ansicht Wielers ist ein solches Konzept sowohl technisch als auch datenschutzrechtlich umsetzbar. Ein aus 25 Personen bestehendes Team aus zwölf Institutionen sei bereits seit drei Wochen mit dem Thema beschäftigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Noch gibt es Richtervorbehalt 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 48,99€
  2. 69,99€
  3. (-70%) 2,99€

Eheran 23. Mär 2020 / Themenstart

Quelle? Es geht im Artikel um Funkzellenabfragen. Dafür muss das Gerät ausschließlich...

quineloe 22. Mär 2020 / Themenstart

Ja, unsere Kapazitäten sind so begrenzt dass man nicht mal einen Test anfordern kann...

foobarJim 22. Mär 2020 / Themenstart

Der erste Infizierte in Bayern wurde isoliert. Das Virus mit exakt der Gensequenz kam...

Peter V. 22. Mär 2020 / Themenstart

Nein, da man die Kapazität nicht hat muss man eben andere auch unpopuläre Maßnahmen...

luzipha 22. Mär 2020 / Themenstart

Genau richtig. Datenschutz egal, Sinnhaftigkeit egal, Nutzen egal. Einfach irgendwas...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Patrick Schlegels Visitenkarte spielt Musik und würfelt

Eine Visitenkarte muss nicht immer aus langweiligem Papier sein. Patrick Schlegels Visitenkarte hat einen USB-Speicher, spielt Musik und kann würfeln.

Patrick Schlegels Visitenkarte spielt Musik und würfelt Video aufrufen
Alternatives Android im Test: /e/ will Google ersetzen
Alternatives Android im Test
/e/ will Google ersetzen

Wie Google, nur mit Privatsphäre - /e/ verbindet ein alternatives Android mit Cloudfunktionen und einer Suchmaschine.
Ein Test von Moritz Tremmel


    CPU-Fertigung: Intel hat ein Netburst-Déjà-vu
    CPU-Fertigung
    Intel hat ein Netburst-Déjà-vu

    Über Jahre hinweg Takt und Kerne ans Limit treiben - das wurde Intel einst schon beim Pentium 4 zum Verhängnis.
    Eine Analyse von Marc Sauter

    1. Maxlinear Intel verkauft Konzernbereich
    2. Comet Lake H Intel geht den 5-GHz-Weg
    3. Security Das Intel-ME-Chaos kommt

    Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
    Schenker Via 14 im Test
    Leipziger Langläufer-Laptop

    Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
    2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
    3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten

      •  /