Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Gesetz: USA erschweren Tracking privater Jets

VIPs wie Taylor Swift und Elon Musk dürfen ihre in einem Register gespeicherten Daten nun verbergen, um das Tracking ihrer Flüge zu verhindern.
/ Andreas Fischer
33 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein Youtube-Video zeigt die Flugbewegungen der beiden Privatjets von Taylor Swift im Jahr 2023. (Bild: Ground Control/Youtube)
Ein Youtube-Video zeigt die Flugbewegungen der beiden Privatjets von Taylor Swift im Jahr 2023. Bild: Ground Control/Youtube

Am 16. Mai hat US-Präsident Joe Biden laut einem Bericht der österreichischen Webseite Futurezone(öffnet im neuen Fenster) ein Gesetz unterzeichnet, das es privaten Flugzeugbesitzern erlaubt, ihre Registrierungsdaten zu anonymisieren. Gegen das mit diesen Daten bisher mögliche Tracking ihrer Privatjets gehen die Musikerin Taylor Swift und der Unternehmer Elon Musk schon länger vor.

Erst im Dezember 2023 schickten Swifts Anwälte eine Unterlassungserklärung an den Studenten Jack Sweeney, der online über ihre Privatjetreisen berichtet. Sweeney betreibt mehrere X-Accounts, die automatisiert die Starts und Landungen von Jets von Prominenten verfolgen. Damit will er nach eigenen Angaben über die hohen CO 2 -Emissionen privater Flugzeuge informieren.

Bisher argumentierte der Student, dass er das Recht habe, die Daten zu veröffentlichen, solange sie verfügbar seien. Damit dürfte es aber nun erstmal vorbei sein. Das neue Gesetz ermöglicht Privatpersonen laut Futurezone, ihre persönlichen Daten im Zivilregister der Federal Aviation Administration zu verbergen.

Sweeney will weitermachen

Jack Sweeney will sich davon aber nicht abhalten lassen. Auf X schrieb er(öffnet im neuen Fenster) bereits, dass man sich davon nicht hindern lasse, Jets zu verfolgen. Anhand des Kontexts der Flüge könne man immer noch "herausfinden, wer wer ist" .

Taylor Swift soll im vergangenen Jahr nach Recherchen von Futurezone mehr als 280.000 Kilometer mit ihren beiden privaten Jets zurückgelegt haben. Damit habe sie etwa 1.200 Tonnen CO 2 verursacht, was etwa dem 83-fachen Verbrauch eines durchschnittlichen Amerikaners und dem 133-fachen eines durchschnittlichen Österreichers entspreche.


Relevante Themen