Abo
  • Services:

Gesetz über geistiges Eigentum: Spanien erlässt eine Google-Gebühr

Ein umstrittenes Gesetz wird in Spanien Google-Gebühr genannt, es tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Die Abgabe muss an Verlage und Autoren gezahlt werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Google News
Google News (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Google und andere Suchmaschinenbetreiber müssen in Spanien vom kommenden Jahr an erstmals eine Abgabe an Verlage und Autoren zahlen, wenn sie deren Texte in Auszügen verwenden. Eine entsprechende Reform des Gesetzes über geistiges Eigentum wurde vom Parlament in Madrid am Donnerstag verabschiedet und tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Die Reform sieht auch Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro für Anbieter vor, die illegale Downloads ermöglichen, sowie eine schärfere Überwachung zum Schutz des geistigen Eigentums.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. M-net Telekommunikations GmbH, München

Die vor allem von den Verlegern unterstütze Gesetzesreform kam nur mit den Stimmen der Abgeordneten der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy durch. Sprecher linker Parteien und auch Vertreter der Kulturszene hatten kritisiert, dass die neue Regelung - in Spanien "Google-Gebühr" genannt - die Freiheiten einschränke und nur die großen Kommunikationsunternehmen begünstige.

Google teilte mit, man sei "enttäuscht". "Wir glauben, dass Dienste wie Google News dazu beitragen, dass die Seiten der Herausgeber mehr Besucher bekommen", zitiert die Nachrichtenagentur Efe einen Google-Sprecher. Man wolle nun die Optionen von Google im Rahmen der neuen Regelung prüfen.

Vor der Verabschiedung hatte der angesehene Journalist, Autor und New-Media-Experte Jeff Jarvis das Vorhaben der Regierung scharf angeprangert. "Wenn Spanien Gebühren auf Links einführt, wer wird dann hier noch investieren wollen?", hatte der US-Amerikaner am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Madrid erklärt.

Die neue Regelung in Spanien sei "unnötig" und "gefährlich" und werde "enorme Konsequenzen für die Freiheit und die Öffnung im Netz haben", prophezeite Jarvis. Spanien werde zu einem "internetfeindlichen Gebiet". Er warnte das Euro-Land, die Gesetzesreform werde "nach und nach die journalistischen Firmen töten, weil niemand eine Gebühr für Verlinkungen wird zahlen wollen."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Acer XB271 WQHD 144 Hz für 499€ und Kingston HyperX Cloud II für 65€)
  2. 38,90€ + Versand (Bestpreis!)
  3. (u. a. Sharkoon Skiller SGK4 für 19,99€ + Versand und Sharkoon SilentStorm Icewind Black 750 W...

Yash 03. Nov 2014

Und das will keiner der Verlage, denn wenn Google das richtig anpackt, dann können die...

Ninos 31. Okt 2014

Durch Metadaten kann jeder Webseitenbetreiber zielgenau und individuell entscheiden...

Vaako 31. Okt 2014

jo am besten gar nicht mehr zugänglich mehr machen da die werden ja sehen was sie davon...

Dumpfbacke 31. Okt 2014

Hast den Link parat? Google macht es einfach richtig. Schade, dass wir in Deutschland...

MrBoom 31. Okt 2014

Was zahlen eigentlich die Fernsehersender und Kinobetreiber dafür, dass sie trailer...


Folgen Sie uns
       


Macbook Air 2018 - Test

Nach mehreren Jahren spendiert Apple dem Macbook Air ein neues Gehäuse. Trotzdem ist es keine Referenz mehr für Kompaktheit und Gewicht. Das Notebook kann durch andere Dinge trotzdem überzeugen.

Macbook Air 2018 - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    •  /