Abo
  • Services:

Gesetz: Bundesrat lässt Routerfreiheit passieren

Der Bundesrat hat darauf verzichtet, den Gesetzesbeschluss zur freien Wahl von Routern zu behindern. Unitymedia hatte bei Abschaffung des Routerzwangs von "Beeinträchtigung eines ganzen Clusters mit mehreren hundert Teilnehmern" gewarnt. Der Anga-Verband sah Netzunterbrechungen kommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Technik bei Unitymedia durch Routerfreiheit gestört?
Technik bei Unitymedia durch Routerfreiheit gestört? (Bild: Unitymedia)

Der Bundesrat hat den Gesetzesbeschluss des Bundestages zur freien Wahl von Routern für Verbraucher gebilligt. Das gab der Bundesrat am 27. November 2015 bekannt. Das Gesetz soll erst sechs Monate nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Stellenmarkt
  1. SEITENBAU GmbH, Konstanz, Berlin, Köln
  2. Medion AG, Essen

Die Länderkammer hatte zuvor noch Argumente der TV-Kabelnetzbetreiber übernommen und Änderungen an dem Gesetz gefordert. Doch der Bundesrat hätte das Gesetz nur noch verzögern können, dann wäre der Vermittlungsausschuss angerufen worden. Hätte es auch hier keine Einigung gegeben, hätte der Bundesrat jedoch vom Bundestag überstimmt werden können.

In der Anhörung der Bundesnetzagentur zum Routerzwang behauptete etwa der Kabelanbieter Unitymedia, dass freie Routerwahl zur "Beeinträchtigung eines ganzen Clusters mit mehreren hundert Teilnehmern" führen könnte. In der Folge seien "garantierte Bandbreiten, Sicherheitsfeatures und weitere Services nicht mehr im gewohnten Umfang" zu leisten.

Anga-Verband beschwört Ende des Kabelnetzes

Der Anga Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber hatte erklärt: "In einem Shared Medium wie dem HFC-Kabelnetz ist es für die Sicherheit und Servicequalität der Dienste von entscheidender Bedeutung, dass der Netzbetreiber die physikalischen und technischen Eigenschaften aller im Übertragungsweg befindlichen Komponenten selbst kontrollieren und steuern kann." Schon die Störempfindlichkeit auf Hochfrequenzebene, dem physikalischen Layer-1 im HFC gerade von aktiven Sendekomponenten wie Kabelmodems, verursache bei einem kundeneigenen Abschlussgerät in den Übertragungsweg für den Netzbetreiber praktisch nicht zu kontrollierende Risiken, da die Netzintegrität empfindlich gestört werden könne. "Als Folge kann nicht ausgeschlossen werden - und ist in der Praxis vereinzelt auch schon vorgekommen - dass kundeneigene Abschlussgeräte den kompletten Service (Fernsehen, Internet & Telefon) für alle Kunden im jeweiligen Segment negativ beeinflussen oder gar komplett unterbrechen."

Internetprovider können mit dem neuen Gesetz in Zukunft ihren Kunden nicht mehr vorschreiben, welches Endgerät sie an ihrem Internetzugang anschließen dürfen. Notwendige Zugangsdaten seien "dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen", heißt es in dem Gesetz.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469€ + Versand (Bestpreis!)
  2. ab 499€

tiberianshadow 26. Dez 2015

Lieber HubertHans. Ich habe eine 100/5 Kabelleitung. Ich hatte noch nie weniger als meine...

frostbitten king 04. Dez 2015

Ok, hab ich befürchtet. In Österreich ist die Lage bischen diffuser. Gibt nicht wirklich...

Gaggaman 30. Nov 2015

@NoNaMe: Ich finde schon, dass die Frage damit was zu tun hat. Ohne Zugriff auf die...

Anonymer Nutzer 30. Nov 2015

Wenn überhaupt, wovon ich nicht ausgehe. Im Ausland wird ja bereits auf eigene Geräte...

Sinnfrei 30. Nov 2015

Leider macht Eure verkrüppelte Firmware das sehr unpraktisch. Macht eine ordentliche...


Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Fancy Bear Microsoft verhindert neue Phishing-Angriffe auf US-Politiker
  2. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  3. US Space Force Planlos im Weltraum

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /