Gesetz: Bitcoin ist offizielles Zahlungsmittel in El Salvador

Händler in El Salvador müssen zukünftig auch Bitcoin annehmen, selbst Steuern lassen sich damit bezahlen. Das hat allerdings nicht nur Vorteile.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bitcoin in El Salvador
Bitcoin in El Salvador (Bild: Liam Ortiz/Pixabay)

Die Digitalwährung Bitcoin ist in El Salvador zum gesetzlichen Zahlungsmittel geworden. Mit Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes am 7. September 2021 ging der mittelamerikanische Staat als erstes Land der Welt diesen Schritt. Das Gesetz sieht vor, dass jeder Händler Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss, der technisch dazu in der Lage ist. Auch Steuern können in der Kryptowährung bezahlt werden. Staatspräsident Nayib Bukele verkündete am Montag auf Twitter, das Land habe seine ersten 400 Bitcoin gekauft.

Stellenmarkt
  1. IT-Spezialist (w/m/d) Kommunikation / Kollaboration
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. IT System Engineer (m/w/d) Technische Produktbetreuung
    KDO Service GmbH, Oldenburg
Detailsuche

Auf den Tausch von Bitcoin soll in El Salvador, einem Land mit etwa sechs Millionen Einwohnern, keine Kapitalertragssteuer erhoben werden. Den Wechselkurs zum US-Dollar, der dort anstelle einer einheimischen Währung als offizielles Zahlungsmittel genutzt wird, soll der Markt frei entscheiden. Wer die digitale Geldbörse Chivo herunterlädt, bekommt nach Angaben von Bukele ein Startguthaben im Wert von 30 US-Dollar (25 Euro). Es soll auch 200 Chivo-Geldautomaten geben.

Mit Bitcoin weniger Abhängigkeit vom US-Dollar

Seit 2001 wird in El Salvador der US-Dollar als Zahlungsmittel benutzt. Dadurch ist das Land von der Geldpolitik der US-Notenbank abhängig. Für das Wirtschaftswachstum der Nation sei es nötig, eine digitale Währung zuzulassen, deren Wert allein von marktwirtschaftlichen Kriterien abhänge, heißt es im Gesetzestext.

Zudem haben demnach etwa 70 Prozent der Einwohner keinen Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen. Viele sind auf Geldsendungen ihrer Angehörigen in den USA angewiesen. Im vergangenen Jahr wurden so fast 6 Milliarden US-Dollar transferiert, das entspricht 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Bukele sieht "enorme Vorteile" für die Menschen in El Salvador. Demnach sollen jedes Jahr 400 Millionen US-Dollar an Überweisungsgebühren gespart werden können. Allerdings ist der Bitcoin-Kurs sehr volatil. Das überwiesene Geld kann innerhalb kurzer Zeit sehr viel mehr oder sehr viel weniger wert sein. Was Milliardäre wie Elon Musk verschmerzen können, kann für arme Menschen eine existenzielle Bedrohung darstellen.

KRYPTOWÄHRUNGEN - Das 1x1 der Investments in Bitcoin & Altcoins: Wie Sie die Blockchain richtig verstehen lernen, in Kryptowährungen intelligent investieren und maximale Gewinne erzielen

Ein weiterer Kritikpunkt an Bitcoin sind die Umweltauswirkungen der Kryptowährung. Laut Reuters produziert Bitcoin 60 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. Das entspreche den Abgasen von rund 9 Millionen Autos. Bukele erklärte im Juni, er habe das geothermische Stromunternehmen Lageo angewiesen, einen Plan zu entwickeln, um Bitcoin-Schürfanlagen anzubieten, die erneuerbare Energie aus den Vulkanen des Landes nutzen. Das mag die Umweltbilanz etwas verbessern, die Grundproblematik löst es indes nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


smonkey 14. Sep 2021

In Anbetracht der Tatsache dass Du Deine Argumente werden stützen noch weitere Argumente...

smonkey 10. Sep 2021

Das habe ich auch nicht behauptet. Ein Channel reicht in der Regel aber nicht. Erstens...

Tim4497 09. Sep 2021

Danke für den Hinweis auf das Lightning Network, das kannte ich tatsächlich nicht. Aber...

ChMu 07. Sep 2021

Nur das es hier nicht um 1-5% geht, oder wie beim Dollar der bis jetzt genutzt wurde um...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Wheelhome Vikenze III-e: Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach
    Wheelhome Vikenze III-e
    Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach

    Wheelhome hat mit dem Vikenze III-e ein elektrisches Wohnmobil für ein bis zwei Personen vorgestellt, das sich selbst dank Solarzellen mit Strom versorgt.

  2. Urteil: Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen
    Urteil
    Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen

    Das Assistenzsystem-Paket von Tesla darf weiterhin als Autopilot bezeichnet werden. Der Versuch, dies Tesla zu verbieten, blieb vor Gericht erfolglos.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /