Abo
  • Services:
Anzeige
Der US-Senat hat nun ebenfalls die Abschaffung der Internetsteuer gebilligt.
Der US-Senat hat nun ebenfalls die Abschaffung der Internetsteuer gebilligt. (Bild: Carlos Barria/Reuters)

Gesetz beschlossen: US-Kongress verbietet Steuer auf Internetzugang

Der US-Senat hat nun ebenfalls die Abschaffung der Internetsteuer gebilligt.
Der US-Senat hat nun ebenfalls die Abschaffung der Internetsteuer gebilligt. (Bild: Carlos Barria/Reuters)

Mehrere US-Staaten verdienen jährlich Hunderte Millionen Dollar am Zugang zum Internet. Damit soll in einigen Jahren Schluss sein. Für Ausgleich soll nun die Mehrwertsteuer sorgen.

Internetnutzer in den USA sollen für ihren Zugang zum Netz künftig keine gesonderte Steuer mehr bezahlen. Nach dem Repräsentantenhaus habe nun auch der Senat ein Gesetz gebilligt, das eine Internetsteuer künftig in den Bundesstaaten verbietet, berichtete die Website Ars Technica. Der sogenannte Permanent Internet Tax Freedom Act (Pifta) schafft damit bis zum Jahr 2020 in sieben Bundesstaaten die Steuer auf den Zugang zum Internet ab. Präsident Barack Obama muss das Gesetz noch unterzeichnen.

Anzeige

Mitte der 1990er Jahre hatten bereits mehrere Bundesstaaten eine solche Steuer eingeführt. Der Internet Tax Freedom Act (Ifta) von 1998 verbot die künftige Einführung einer solchen Abgabe, gab den bestehenden aber einen Bestandsschutz. Dieser wird mit Pifta nun aufgehoben. Betroffen sind die Staaten Hawaii, New Mexico, North Dakota, Ohio, South Dakota, Texas und Wisconsin. Damit gehen den Staaten Steuern in Höhe von rund 500 Millionen Dollar im Jahr verloren. Dabei erzielt Texas mit fast 300 Millionen Euro im Jahr die höchsten Einnahmen.

Händler sollen Steuer einziehen

Allerdings versuchen die Bundesstaaten längst auf andere Weise, am Internet zu verdienen, vor allem am Onlinehandel. Da es in den USA keine landesweite Mehrwertsteuer gibt, müssen die einzelnen Staaten selbst entsprechende Steuern erheben. Derzeit verhandelt der Kongress über den Marketplace Fairness Act, der die Besteuerung des Onlinehandels vereinheitlichen soll. Demnach sollen die Händler nun selbst die Steuern einsammeln und an die Staaten überweisen, in denen sich die Kunden befinden.

Da diese Regelung nicht nur für Handelsriesen wie Amazon gelten soll, sondern für alle Firmen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Million Dollar, befürchten kleinere Händler einen unverhältnismäßig großen Aufwand. Denn sie müssten die Steuerregelungen von mehr als 9.600 Jurisdiktionen beachten. Bislang müssen Verbraucher oder Firmen die Mehrwertsteuer selbst abführen. Da gerade Verbraucher dies häufig nicht tun, erhoffen sich Staaten und Kommunen durch das neue Gesetz höhere Einnahmen.

Ungarische Internetsteuer gescheitert

Versuche, in Europa eine Internetsteuer einzuführen, sind bislang gescheitert. So plante der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy im Jahr 2008 eine neue Steuer für Internetprovider, um damit ein werbefreies Fernsehprogramm finanzieren zu können. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán scheiterte im Herbst 2014 mit dem Versuch, eine Steuer auf den Datentraffic einzuführen. Nach erheblichen Protesten verzichtete er schließlich auf die Telekomsteuer.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bosch Service Solutions Magdeburg GmbH, Magdeburg
  2. Consors Finanz, München
  3. ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Stuttgart
  4. Wilhelm Bahmüller Maschinenbau Präzisionswerkzeuge GmbH, Plüderhausen


Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Gutscheincode PLUSFEB (max. Rabatt 50€)
  2. zusammen nur 3,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Raumfahrt

    Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  2. Cloud

    AWS bringt den Appstore für Serverless-Software

  3. Free-to-Play-Strategie

    Total War Arena beginnt den Betabetrieb

  4. Funkchip

    US-Grenzbeamte können Pass-Signaturen nicht prüfen

  5. Telekom-Chef

    "Sorry! Da ist mir der Gaul durchgegangen"

  6. WD20SPZX

    Auch Western Digital bringt flache 2-TByte-HDD

  7. Metal Gear Survive im Test

    Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake

  8. Cloud IoT Core

    Googles Cloud verwaltet weltweit IoT-Anlagen

  9. Schweden

    Netzbetreiber bietet 10 GBit/s für 45 Euro

  10. Reverse Engineering

    Das Xiaomi-Ökosystem vom Hersteller befreien



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Entdeckertour angespielt: Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
Entdeckertour angespielt
Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
  1. Assassin's Creed Denuvo und VM Protect bei Origins ausgehebelt
  2. Sea of Thieves angespielt Zwischen bärbeißig und böse
  3. Rogue Remastered Assassin's Creed segelt noch mal zum Nordpol

Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
Axel Voss
"Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
  1. EU-Urheberrechtsreform Kompromissvorschlag hält an Uploadfiltern fest
  2. Leistungsschutzrecht EU-Ratspräsidentschaft schlägt deutsches Modell vor
  3. Fake News Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien

Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

  1. Re: Das sagt eine Schlange auch

    bombinho | 01:16

  2. Re: Meine Ansicht zu dem Ganzen:

    Cystasy | 01:14

  3. Re: So So der Hersteller der Cheatengine ist also...

    Cystasy | 00:59

  4. Re: Und warum funktioniert das nur in München?

    Paule | 00:33

  5. Re: 1und1/Versatel bieten FTTH in Berlin 200Mbit...

    sofries | 00:31


  1. 17:17

  2. 16:50

  3. 16:05

  4. 15:45

  5. 15:24

  6. 14:47

  7. 14:10

  8. 13:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel