Gesellschaft für Informatik: Dringend mehr Informatik-Lehrstühle nötig

Substantiell mehr Informatikprofessoren fordert die Gesellschaft für Informatik. Mehr angehende Lehrerinnen müssten zur Aufnahme eines Informatikstudiums bewegt werden, um Rollenvorbilder zu schaffen.

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IT Studentin am HPI
IT Studentin am HPI (Bild: HPI)

Die Kultusministerien der Länder müssten neue Informatik-Lehrstühle in substantieller Größenordnung schaffen, um der steigenden Bedeutung des Fachs gerecht zu werden und den Bedarf der Studierenden und des Arbeitsmarkts zu decken. Das gab der Präsident Gesellschaft für Informatik, Professor Hannes Federrath, am 24. Mai 2018 bekannt. Nur so könne die Qualität in der Ausbildung und die Zahl der künftigen Gestalterinnen und Gestalter des digitalen Wandels gesteigert werden.

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"Leider wird die personelle Ausstattung an den Hochschulen der steigenden Bedeutung des Faches, der steigenden Nachfrage bei den Studierenden und dem hohen Bedarf an Informatikerinnen und Informatikern auf dem Arbeitsmarkt bei Weitem nicht gerecht. Wir fordern eine Informatik-Offensive an den deutschen Hochschulen", sagte Federrath.

Bundesweit sei das Informatik-Studium nach wie vor männerdominiert. Zwar sei der Frauenanteil seit 2011 in fast allen Bundesländern gestiegen, aber trotz der großen Anstrengungen der Hochschulen seien nur 20 Prozent der Informatik-Studierenden weiblich. Dagegen sei der Anteil internationaler Studierender in der Informatik überdurchschnittlich hoch.

Mehr Informatikerinnen an den Schulen als Vorbilder

Federrath: "Um mehr Frauen für eine Karriere in der IT und der Informatik zu begeistern, muss unser Bildungssystem viel früher ansetzen: Wir müssen Mädchen bereits in der Schule von den kreativen Gestaltungsmöglichkeiten durch informatische und informationstechnische Systeme überzeugen. Wir müssen mehr angehende Lehrer und vor allem Lehrerinnen zur Aufnahme eines Informatikstudiums bewegen und so entsprechende Rollenvorbilder schaffen."

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Der Ländercheck Informatik von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung hat ergeben: Die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik hat sich in fünf Jahren um fast 20 Prozent erhöht, von 28.000 im Wintersemester 2011/12 auf 33.400 im Wintersemester 2016/17. Die Zahl hauptberuflicher Informatikprofessoren stieg im selben Zeitraum aber nur um gut 8 Prozent auf 2.652 Professoren.

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ArcherV 25. Mai 2018

Nö. Ich verdiene in meiner Region im öD mehr als in der freien Wirtschaft - bei besseren...

Eheran 25. Mai 2018

Warum gibt es dann A) So viele Fächer B) 12 bzw. 13 Jahre Schule? Warum bewegt man sich...

Jbrahms 25. Mai 2018

Schön, dass du Stellung dazu genommen hast. Dann hast du ja eigentlich schon gemerkt...

deadeye 25. Mai 2018

Wer für Quoten ist, ist automatisch gegen den normalen Feminusmus. Quoten weg und dann...

menschmeier 25. Mai 2018

Fehlen wahrscheinlich immer noch welche.



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