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Absoluten Stillstand erreicht

Aktuell haben wir innerhalb der IT einen absoluten Stillstand erreicht. Keiner bringt mehr Ideen vor, da dies darin enden würde, dass die Person eine Projektplanung aufsetzen muss, die in keiner Relation zum Umfang der Projekte steht und diese auch, je nach Projekt, den Aufwand des Projektes übersteigen würde.

"IT-Projekte werden gefühlt so gesehen, als wenn es dort eine Setup.exe gibt"

Selbst wenn eine Planung erbracht wird, führt das meistens zu Problemen. Projekte dürfen keine großen Puffer haben, man muss das schon genau planen. Kommt es zu unerwarteten Problemen, wie z. B. Inkompatibilitäten, hätte dies berücksichtigt werden müssen. IT-Projekte werden gefühlt so gesehen, als wenn es dort eine Setup.exe gibt und die eine Lösung vollständig einführt.

➤ CEO hatte Nachfolger eingesetzt, danach ging es stramm bergab. Auf C-Level gingen Leute oder wurden ersetzt – in unserem Bereich der Programmierung auch. Der neue auf dem C-Level hatte dann auch Personen-Rochade gemacht und seit 6 Monaten geht's permanent bergab. Die ersten Leute haben gekündigt, absolute Unzufriedenheit herrscht und der neue Chef fällt nur durch Phrasen auf: "Ich kann das auch machen und hab kein Problem damit, aber dann ..."

Drohen und Druck waren nie das Mittel der Wahl. Die letzten Jahre waren nicht gut, aber dieses Jahr übertrifft aktuell alles. So kann man auch ein Unternehmen, das seit über 50 Jahren existiert, an die Wand fahren. Jeder sucht sich gerade einen Plan B und wenn noch 1-2 Keyplayer der Programmierer gehen, ist Ende und die Projekte können nicht mehr abgewickelt werden.

Aktuell habe ich einen neuen Vorgesetzten, der vom CEO in Mikromanagement dazu berufen wurde, sich selbst als den Besten der Besten ansieht und leider keinerlei Ahnung von dem System hat oder wie es funktioniert.

➤ Wir haben einen Teamleiter, der sich Mühe gibt und kompetent ist. Leider flatuliert er – wenn wir unter uns Männern sind – immer pausenlos. Er sagt immer: "Das kommt vom vielen Protein." Das ist aber ein einziges "Ausgasen" aus seinem Darm. Es ist manchmal lustig, aber oft riecht es einfach nach purer Scheiße im Büro.

➤ Ich habe die Coronazeit leider sehr schlecht vertragen, so dass ich psychisch erkrankt bin. Da hat mir (wohlgemerkt die einzige Person in der Firma bis jetzt, alle anderen hatten viel Verständnis) gesagt, dass ich doch selbst dran schuld wäre. Bei mir kam es ca. so an: "Du hast es dir doch ausgesucht, also leb damit", statt einer einfühlsamen Rückmeldung nach dem Motto: "Hey Kopf hoch, nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. Wir bekommen das doch alles gemeinsam hin." Das wäre meine Wunschreaktion gewesen, die ich von sonst allen bekommen habe, außer von dieser Person.

Mein Fazit ist: Ich weigere mich, mit dieser Person zusammenzuarbeiten, muss diese Person halt ihren Kram allein hinbekommen. Wenn ich selbst schuld an einer Erkrankung bin, dann ist er schuld an unzureichenden Spezifikationen / an einer nicht vollständig implementierten Lösung für ein Problem. Das wird glücklicherweise in der Firma, wo ich aktuell arbeite, voll und ganz akzeptiert.

➤ Mein voriger Job war mein erster richtiger nach der Uni. Das Team war klein, der Umgangston sehr rau, fast wie in einer TV-Serie, sehr toxisch-männlich. Ich arbeitete mich in die Sprache ein, C#, welche ich vorher noch nie benutzt hatte, und lernte viel über die Features, insbesondere der neuen Versionen. Frisch von der Uni hatte man noch Energie und Enthusiasmus.


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