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Das kommentiere ich jetzt mal nicht

Ich habe ihm ziemlich schnell klargemacht, dass das weder billiger ist noch mit dem Arbeitszeitgesetz vereinbar. Also hat er dann eingewilligt. Spätestens da war mir klar: Einer von uns wird gehen, er oder ich. Ich hab mich dann in den Westen versetzen lassen. Der Chef war besser, aber auch da gab es gewisse Differenzen, so dass ich schlussendlich gekündigt habe.

➤ Ich nehme das Ende vorweg: Wer auf die Aussage "Das kommentiere ich jetzt mal nicht" ein provozierendes "Besser isses" erwidert, sollte vielleicht in keiner leitenden Position sein - insbesondere, wenn man selbst sieben Jahre Vorsprung in der Seniorität hat. Aber nun der Reihe nach.

Mein Vorgesetzter hat schon öfter bemerkbar gemacht, dass ihm Diskussionen eher sauer aufstoßen. Das hat mich aus purer Gewohnheit nicht davon abgehalten, ihm trotzdem meine Meinung zu sagen, auch wenn sie ihm nicht gefällt.

Fast forward, wir landen in der nahen Vergangenheit. Ein Ticket wurde von mir nicht zu seiner Zufriedenheit erfüllt. Zuerst wollte ich, aufgrund dessen, dass bereits alle weiteren Versuche, das zugrundeliegende Problem zu lösen, gescheitert sind, der betroffenen Person ein neues Notebook bereitstellen.

Fehler Nummer 1. Weil ihm lieber ist, wenn wir das aktuelle neu installieren - Windows, Treiber, Software und Updates. Na ja, meinetwegen, bekommt sie halt ein anderes leihweise. Fehler Nummer 2. Weil ihm lieber ist, sie hat kein Notebook in der Zeit – erzeugt keinen Support.

In der Diskussion fiel zum Schluss nur noch der Vergleich: "Wer sein Auto in der Werkstatt abgibt, bekommt ja auch manchmal eine Schrottkiste." (Ja, ich habe ihn darauf hingewiesen, dass eine Schrottkiste immer noch ein funktionierendes Auto ist, mit dem man fahren kann – hat nicht gezogen.)

"Morgens in der Tür hieß es zuallererst: Ich darf nie wieder neue Notebooks installieren"

Ein weiteres Ticket, in das ich viel Recherchearbeit reingesteckt hatte, konnte ich gar nicht schließen. Seine Anforderungen ließen sich, nach allen Informationen, die ich gesammelt habe, nicht umsetzen. Er sagte zwar, er wisse, dass es geht, hat sich aber auch nicht darum bemüht, mir die nötigen Infos zu geben oder das Thema selbst in die Hand zu nehmen.

Zwei Wochen später wird mir klar, mit wem ich es zu tun habe. Morgens in der Tür heißt es zuallererst: Ich darf nie wieder neue Notebooks installieren, es wird nie wieder diskutiert und überhaupt habe ich gelogen, wie lange es dauert, mein Kollege schafft es viel schneller. (Anmerkung: Logs, die das Gegenteil beweisen, sind von mir gesichert.)

Des Weiteren hat er ja in fünf Minuten in der Bahn auf dem Handy das Thema, für das ich so viel recherchiert habe, gelöst, in einem Tonfall, den man so eher von Kindern erwarten würde. Eine spätere Überprüfung meinerseits lässt darauf schließen, er hat das Thema so gelöst, wie ich es ihm vorgeschlagen hatte, nur hatte er es damals abgelehnt, weil es eine bessere Lösung gäbe. Finale Prüfung meinerseits noch ausstehend, dafür muss ich mit einer Kollegin sprechen.

Und als ob das alles nicht genug wäre, höre ich aus dem angrenzenden Team, es gab schon ähnliche Vorfälle auf deren Seite. Besonders ist mir da im Gedächtnis geblieben, dass er einem Kollegen wohl gesagt habe, er rede nicht mit "normalen Mitarbeitern".


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