Geschäftszahlen von Reality Labs: Meta macht Milliarden-Minus mit dem Metaverse

Gute und schlechte Nachrichten liegen im neuesten Quartalsbericht von Meta(öffnet im neuen Fenster) nah beieinander. Einerseits erzielte Mark Zuckerbergs Internetkonzern sein bestes Ergebnis seit zwei Jahren. Andererseits zahlt sich die Wette auf das Metaverse weiterhin nicht aus, wie das massive Minus der VR-Sparte zeigt.
Reality Labs verursachte im ersten Halbjahr 2023 Kosten in Höhe von 7,7 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber steht ein Umsatz von 616 Millionen US-Dollar im selben Zeitraum - fast halb so viel wie noch 2022. Meta erwartet, dass Reality Labs in diesem Jahr mehr Verlust als 2022 machen wird. Dennoch setzt Meta die teuren Investitionen in ein mögliches Metaverse fort , die in der Vergangenheit Investoren besorgte. Ein neues Modell des VR-Headsets Quest soll im Herbst 2023 erscheinen .
Insgesamt stiegen die Umsätze von 28,8 Milliarden auf rund 32 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Der Profit wuchs um mehr als eine Milliarde auf 7,7 Milliarden US-Dollar.
Die Zahl der täglich aktiven Nutzer stieg auch wieder an, nachdem Facebook Anfang 2022 erstmals einen Userschwund verkünden musste . Facebook verbuchte täglich im Schnitt 2,06 Milliarden aktive Nutzer, über den Monat 3,03 Milliarden. Über die Meta- "Familie" , zu der auch Instagram und Whatsapp gehören, lag die Zahl der durchschnittlich täglich aktiven Nutzer bei mehr als 3 Milliarden.
Große Hoffnungen setzt Meta nicht nur in das Metaverse, sondern auch seinen jüngst gestarteten Twitter-Konkurrenten Threads. Zuckerberg ist zuversichtlich(öffnet im neuen Fenster) , dass der Instagram-Kurznachrichtendienst langfristig eine Milliarde Nutzer erreichen kann. Bislang hat Meta den Dienst aus regulatorischen Bedenken noch nicht in der EU gestartet .
Nach unten ging erwartbarerweise die Zahl der Beschäftigten. Zum 30. Juni 2023 hatte Meta mit 71.469 Angestellten 14 Prozent weniger, als noch zum 30. Juni 2022. In dieser Zahl ist laut Meta erst die Hälfte der von den jüngsten Entlassungswellen betroffenen Angestellten einberechnet. Noch Ende 2022 kündigte CEO Mark Zuckerberg an, 11.000 Stellen streichen zu wollen - auch um die anhaltenden Metaverse-Investitionen mit Sparmaßnahmen zu kontern.



