Geschäftsjahr: Telefónica Deutschland (O2) macht wieder Gewinn
Nach zehn Jahren konnte Telefónica Deutschland (O2) wieder einen deutlichen Gewinn erwirtschaften. Der Nettogewinn ist im Jahr 2022 um rund 10 Prozent auf 232 Millionen Euro gestiegen, teilte der Mobilfunkbetreiber am 22. Februar 2023(öffnet im neuen Fenster) mit. Im Vorjahr beruhte der Gewinn aus einem Sondereffekt aus dem Verkauf der Funkturmsparte Telxius an den US-Konzern American Tower Corporation (ATC).
Der Umsatz von Telefónica Deutschland stieg im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Oibda) wuchs um 5,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Zuletzt hatte Telefónica Deutschland im Jahr 2012 einen größeren Gewinn von rund 1,3 Milliarden Euro gemacht. Danach sank der Gewinn auf 78 Millionen Euro ab, errechnete die Nachrichtenagentur dpa. Zwischen 2014 und 2019 war die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns in den roten Zahlen. Seit 2020 war Telefónica Deutschland durch den Infrastrukturverkauf wieder profitabel. Während Vodafone im vierten Quartal 2022 nur 8.000 Mobilfunkkunden hinzugewinnen konnte, erreichte Telefónica/O2 264.000 (Mobile Postpaid). Die Deutsche Telekom legt am 23. Februar 2023 ihre Ergebnisse vor.
Große Masse im Festnetz weiter mit VDSL-Anschlüssen
Die "Festnetz-Breitbandumsätze" im Endkundengeschäft gingen im vierten Quartal 2022 um 2,3 Prozent zurück. Hier mietet der Konzern Kapazität in fremden Netzen an, allen voran in dem der Telekom. Im gesamten Geschäftsjahr stieg die Zahl dieser Anschlüsse jedoch um 1,4 Prozent auf 2,3 Millionen. VDSL-Anschlüsse machen hier mit 1,8 Millionen weiterhin 80 Prozent der gesamten Festnetzkundenbasis aus. Derzeit sei die Nachfrage nach schnellen Zugängen im TV-Kabel und über Glasfaser am stärksten.
Doch das starke Wachstum wird nicht anhalten: Für 2023 rechnet Telefónica Deutschland mit einem langsameren Wachstum. Der Umsatz soll im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen.
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