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Geschäftsjahr 2025: Huaweis Umsatz wächst erheblich langsamer

Huawei legt in aller Stille seine Geschäftszahlen vor. Der Umsatz im Cloud-Computing ging um 3,5 Prozent zurück.
/ Achim Sawall
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Besucher des riesigen Huawei-Standes auf der World Artificial Intelligence Conference in Shanghai am 26. Juli 2025 (Bild: REUTERS/Go Nakamura)
Besucher des riesigen Huawei-Standes auf der World Artificial Intelligence Conference in Shanghai am 26. Juli 2025 Bild: REUTERS/Go Nakamura

Der Umsatzzuwachs sei durch Stärke im Kerngeschäft mit Telco-Netzwerken und bei Endgeräten erzielt worden. Hier betrug der Zuwachs 2,6 Prozent auf 375 Milliarden Yuan (54,25 Milliarden US-Dollar). Der Umsatz im Cloud-Computing-Bereich ging dagegen um 3,5 Prozent zurück. Huawei bemüht sich weiter, seine dennoch sehr starken Geschäftszahlen besonders im Ausland möglichst wenig zu verbreiten, um keine weiteren Sanktionen und Verbote zu provozieren.

Kleine Geschichte des Überlebens der Huawei-Smartphones

Huaweis Smartphone-Geschäft erlitt durch die US-Sanktionen vor Jahren einen dramatischen Einbruch, als beginnend mit der Mate-30-Serie keine Google Mobile Services (GMS) und kein Play Store mehr genutzt werden durften. Ohne Google-Lizenz funktionieren Apps wie Google Maps, Gmail oder Youtube nicht mehr nativ.

Durch die US-Sanktionen verlor Huawei auch den Zugriff auf Technologien wie 5G-Modems und HF-Front-End-Module (Hochfrequenz-Chips). So untersagte die US-Regierung Qualcomm die Lieferung der Snapdragon-8-Serie mit 5G an Huawei. Top-Modelle wie die Huawei-P50-Serie oder das Mate 50 Pro mussten weltweit als reine 4G-Versionen ausgeliefert werden, was Huawei-Manager offen als klaren Nachteil bezeichneten. Dies hatte im Jahr 2021 zu einem Umsatzrückgang von 29 Prozent geführt.

Ab Ende 2023 gelang es Huawei zusammen mit dem chinesischen Auftragsfertiger SMIC, den Kirin 9000s Chip im 7-Nanometer-Verfahren zu produzieren. Dieser Chip enthielt ein funktionierendes 5G-Modem, das ohne US-Patente und -Komponenten auskam.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen das vierte Wachstumsjahr in Folge seit dem Tiefpunkt im Jahr 2021.

Smartphone-Tiefpunkt überwunden

Der Umsatz der Consumer-Sparte stieg um 1,6 Prozent auf 344,5 Milliarden Yuan (49,84 Milliarden US-Dollar). Selbst wenn 5G nun technisch verfügbar ist, ist die Nachfrage im Ausland wegen der fehlenden Google-Dienste geringer. Huawei agiert hier vorsichtiger und bringt oft nur ausgewählte Smartphones wie die Pura-70- oder die neue Pura-80-Serie nach Europa.

In anderen Bereichen war das Wachstum im Geschäftsjahr 2025 explosionsartig: Die Sparte für "intelligente" Automobilausrüstung verzeichnete einen Umsatzanstieg von 72,1 Prozent auf 45 Milliarden Yuan (6,52 Milliarden US-Dollar).

Riesige Investitionen in F&E

Huawei investierte weiterhin erheblich in Forschung und Entwicklung. Die Ausgaben stiegen 2025 auf 192,3 Milliarden Yuan, was 22 Prozent des Jahresumsatzes entspricht.

In einer Stellungnahme erklärte die rotierende Vorstandsvorsitzende Meng Wanzhou, der Konzern bewege sich "in einer Zukunft voller Unsicherheiten. Unser Computing-Geschäft hat die Chancen im Bereich KI weiterhin erfolgreich genutzt". Huawei erklärte, sein 384 Superpod, ein im vergangenen Jahr vorgestelltes KI-Computing-System, das mit Nvidias GB200 NVL 72 konkurrieren soll, habe bereits Kunden in Branchen wie Internet, Finanzen und Telekommunikation gefunden.

Seit 2021 stellte Huawei laut Jahresberichten rund 18.000 Beschäftigte ein, während es bei Nokia und Ericsson immer wieder Wellen von Massenentlassungen gab. Bei Huawei wurden etwa 5.000 Mitarbeiter im vergangenen Jahr rekrutiert, darunter 1.000 im Bereich Forschung und Entwicklung. Damit dürfte Huawei im Jahr 2025 rund 213.000 Menschen beschäftigt haben.


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