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Ein Entwurf von TTIP wurde von Wikileaks veröffentlicht.
Ein Entwurf von TTIP wurde von Wikileaks veröffentlicht. (Bild: Screenshot Golem.de)

Zahlreiche weitere Drohungen, Klagen und abgesagte Vorträge

Die Webseite Attrition.org sammelt in einer fortlaufenden Liste Drohungen von Unternehmen gegen Sicherheitsforscher. Erst im September 2015 erwirkte die Sicherheitsfirma Fireeye eine einstweilige Verfügung gegen die Forscher von ERNW, einem Sicherheitsunternehmen aus Hamburg, das Schwachstellen in Fireeye-Appliances nachgewiesen hatte. Der Vortrag wurde zwar gehalten - musste aber um zahlreiche technische Details beschnitten werden.

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Ein namentlich nicht genanntes Unternehmen verhinderte der Website zufolge im Jahr 2012 einen Vortrag zu Schwachstellen in Scada-Systemen auf der Konferenz ICS Cyber Security Conference, die innerhalb von Atomkraftwerken eingesetzt werden. Bei derselben Konferenz wurde ein weiterer Vortrag zum selben Thema aus ähnlichen Gründen kurzfristig abgesetzt.

Ein bisschen Entwarnung bei TPP

Zwischenzeitlich hatten in der Open-Source-Szene Berichte über den neuen Entwurf für das Transpazifische Freihandelsabkommen TPP Aufregung entfacht - der Text sei eine Bedrohung für freie Software, weil er unter Umständen die Einhaltung der GPL und ähnlicher Lizenzen unmöglich machen würde. Dieser Deutung hat die Software Freedom Conservancy jetzt jedoch widersprochen. Man lehne das Abkommen zwar nach wie vor ab, für Privatanwender und Programmierer habe der Text jedoch nicht die befürchteten Auswirkungen.

Neuer Ärger für Sicherheitsforscher könnte aber im Vereinigten Königreich drohen. Das vor kurzem verabschiedete Überwachungsgesetz - meist nur Snoopers Charter genannt - verbietet es, Details über gefundene Abhörschnittstellen der Regierung zu veröffentlichen. Würde also ein Hacker bei einem von einem Telekommunikationsunternehmen beauftragten Sicherheitsaudit Schwachstellen finden, dann könnten diese von der Regierung stammen. Eine Veröffentlichung der Informationen wäre zumindest solange riskant, wie nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob diese Sicherheitslücke absichtlich durch die Regierung eingebaut wurde.

Die Deepsec findet am 19. und 20. November in Wien statt. Nach Angaben der Veranstalter steht in diesem Jahr das Thema Industriespionage auf dem Programm - und was Unternehmen dagegen tun können. Golem.de wird von dort berichten.

 Geschäftsgeheimnisse: Sicherheitsforscher warnt vor TTIP

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/mecki78 18. Nov 2015

Das ist einfach nur FUD, da es ja noch gar keine solchen Gerichte gibt, noch gar kein...

DY 13. Nov 2015

Wer einen solchen bereit ist auszustellen, der sollte mal zu seinem Amtseid "befragt" werden.

tingelchen 12. Nov 2015

Man steht halt mit einem Bein im Gefängnis. Aber das tut man als Sicherheitsforscher...

AdrianJ 12. Nov 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Hackerethik Da helfen Gesetze auch nicht

divStar 12. Nov 2015

Es tut weh so etwas zu lesen, denn während sich Regierungen um Gesetze scheren und...



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