Geschäftsbericht: Meta macht immer mehr Verluste mit VR
Meta hat starke Ergebnisse für das erste Quartal 2025 vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) . Der Umsatz stieg auf 42,31 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Betriebsgewinn des Unternehmens stieg sogar um 27 Prozent auf 17,56 Milliarden US-Dollar.
Mark Zuckerberg, Gründer und CEO von Meta, hob die Fortschritte des Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz hervor. "Wir machen gute Fortschritte bei AI-Brillen und Meta AI, das mittlerweile fast eine Milliarde aktive Nutzer pro Monat hat" , erklärte er bei der Bekanntgabe der Ergebnisse.
Die Zahl der täglich aktiven Nutzer der Meta-Apps stieg im Jahresvergleich um 6 Prozent und erreichte im März 2025 durchschnittlich 3,43 Milliarden. Die Steigerung der Nutzeraktivität scheint sich direkt auf die Werbeeinnahmen auszuwirken. Die Anzahl der Ad Impressions auf den Plattformen von Meta stieg um 5 Prozent, während der durchschnittliche Preis pro Anzeige im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024 um 10 Prozent stieg.
Steuern zahlt Meta kaum
Der effektive Steuersatz von Meta lag im Quartal bei 9 Prozent, nach 13 Prozent im ersten Quartal 2024. Dies trug dazu bei, dass der Nettogewinn 16,64 Milliarden US-Dollar erreichte, was einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber den 12,37 Milliarden US-Dollar des Vorjahres entspricht.
Das Unternehmen investiert weiterhin stark in die Infrastruktur, wobei sich die Kapitalausgaben einschließlich Tilgungszahlungen im Quartal auf insgesamt 13,69 Milliarden US-Dollar beliefen. Diese Investitionen dienen größtenteils der Entwicklung künstlicher Intelligenz, teilte Meta mit.
Die Belegschaft von Meta wuchs im Jahresvergleich um 11 Prozent und belief sich zum 31. März 2025 auf 76.834 Mitarbeiter.
Für das zweite Quartal 2025 erwartet Meta einen Umsatz zwischen 42,5 und 45,5 Milliarden US-Dollar. Allerdings erhöhte Meta seine prognostizierten Investitionsausgaben für 2025 von zuvor 60 bis 65 Milliarden US-Dollar auf 64 bis 72 Milliarden US-Dollar – so soll die KI-Entwicklung beschleunigt und den steigenden Kosten für Infrastruktur-Hardware begegnet werden.
Das Unternehmen steht vor regulatorischen Herausforderungen, insbesondere in Europa. Die Europäische Kommission entschied kürzlich, dass das Abonnementmodell ohne Werbung von Meta nicht mit dem Digital Markets Act vereinbar ist. Meta will gegen diese Entscheidung Berufung einlegen, doch mögliche Änderungen seines europäischen Geschäftsmodells könnten sich bereits im dritten Quartal 2025 erheblich auf den Umsatz auswirken, warnte das Unternehmen.
Probleme im Bereich virtuelle Realität
Der Geschäftsbereich Reality Labs von Meta, der sich auf Virtual-, Augmented- und Mixed-Reality-Technologien konzentriert, verzeichnete im Quartal einen Umsatz von 412 Millionen US-Dollar, was einem leichten Rückgang gegenüber den 440 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2024 entspricht. Dieser Geschäftsbereich arbeitet zudem weiterhin mit Verlust und verzeichnete einen Betriebsverlust von 4,21 Milliarden US-Dollar gegenüber 3,85 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Der Geschäftsbereich Family of Apps von Meta, zu dem Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp gehören, sorgte mit einem Umsatz von 41,90 Milliarden US-Dollar und einem Betriebsergebnis von 21,77 Milliarden US-Dollar für starke Ergebnisse. Diese Zahlen entsprechen einem Anstieg von 16 Prozent bzw. 23 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2024.
- Anzeige Hier geht es zum Meta Quest 3 mit Asgarth's Wrath 2 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.