Geschäftsbericht: Apple meldet Rekordquartal trotz iPhone-17-Engpässen

Apple hat für das erste Geschäftsquartal Finanzergebnisse vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) und die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Das Unternehmen erzielte in den drei Monaten bis zum 27. Dezember 2025 einen Umsatz von 144 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 42 Milliarden US-Dollar. Hauptwachstumstreiber war das iPhone 17.
CEO Tim Cook bezeichnete die Kundenreaktion auf das neue iPhone im Earnings Call am Donnerstag als " atemberaubend ". Das Gerät steuerte 85,3 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei – ein Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse markieren Apples bisher stärkstes Quartal.
Der Serviceumsatz erreichte 30 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 26,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Region Amerika erwirtschaftete 58,5 Milliarden US-Dollar, während Europa 38,1 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz beisteuerte.
Das Unternehmen kaufte im Quartal eigene Aktien im Wert von 24,7 Milliarden US-Dollar zurück und zahlte 3,9 Milliarden US-Dollar an Dividenden aus. Barmittel und marktgängige Wertpapiere beliefen sich zum 27. Dezember 2025 auf 144,8 Milliarden US-Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in China, wo der Umsatz um 38 Prozent auf 25,5 Milliarden US-Dollar kletterte. Damit kehrt sich ein Trend um, bei dem lokale Wettbewerber wie Huawei und Xiaomi zuletzt Boden gutgemacht hatten.
Cook verwies auf eine Rekordzahl von Android-Nutzern, die zum iPhone gewechselt seien, nannte aber keine konkreten Zahlen. Das verbesserte Kamerasystem und Liveübersetzungsfunktionen scheinen Käufer anzuziehen, obwohl mehrere beworbene KI-Funktionen beim Launch noch nicht verfügbar oder unvollständig waren.
Speicherchip-Knappheit trübt Ausblick
Apple steht unter zunehmendem Druck bei seiner Lieferkette, insbesondere bei Speicherchips für KI-fähige Geräte. Cook und CFO Kevan Parekh verwiesen Analysten auf steigende Speicherpreise, da das Unternehmen mit Cloudanbietern wie Microsoft, Amazon und Google um begrenzte Mengen konkurriert.
Apple musste im Quartal rund 1,4 Milliarden US-Dollar Kosten durch Zölle der Trump-Regierung hinnehmen, konnte diese Ausgaben durch operative Effizienzsteigerungen aber ausgleichen.