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Gerüchte: Windows 12 soll ohne KI-Chip nicht voll funktionieren

Microsoft plant Gerüchten nach eine Windows -Version, die ältere Hardware von zentralen Funktionen ausschließt – und das könnte Millionen Nutzer treffen.
/ Andreas Donath
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Windows 12 soll hohe Anforderungen für KI-Features haben. (Bild: AFP/AFP via Getty Images)
Windows 12 soll hohe Anforderungen für KI-Features haben. Bild: AFP/AFP via Getty Images

Microsoft arbeitet Berichten zufolge an einem Betriebssystem mit dem internen Codenamen Hudson Valley Next – inoffiziell bereits als Windows 12 gehandelt. Der geplante Release könnte laut PC World(öffnet im neuen Fenster) Gerüchten zufolge noch 2026 erfolgen.

40 TOPS als Mindestanforderung

Laut internen Microsoft-Dokumenten und Berichten aus dem Hardwareumfeld soll Windows 12 für den vollen Funktionsumfang eine Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 TOPS – Billionen Rechenoperationen pro Sekunde – voraussetzen. Intel und AMD positionieren sich bereits mit entsprechend ausgestatteten Prozessoren, einzelne Hersteller kennzeichnen neue Systeme schon als "Windows 12 Ready" . Das Problem: Die große Mehrheit der heute genutzten PCs besitzt überhaupt keine dedizierten NPU – ein erheblicher Teil der installierten Basis würde damit außen vor bleiben. Das heißt, dass zumindest einige neue Funktionen von Windows 12 damit nicht funktionieren.

KI tief im System verankert

Technisch soll Windows 12 auf einer modularen CorePC-Architektur basieren, die Systemkomponenten stärker voneinander trennt und gezieltere Updates sowie eine bessere Skalierbarkeit über verschiedene Geräteklassen hinweg ermöglichen soll.

Der eigentliche Einschnitt liegt jedoch in der KI-Integration: Während Copilot unter Windows 11 als Zusatzfunktion gilt, soll KI in Windows 12 auf Systemebene verankert sein. Echtzeit-Zusammenfassungen, semantische Suche, automatische Dokumentenkategorisierung und kontextabhängige Aufgabenvorschläge sollen OS-weit laufen – lokal, ohne Cloudumweg, was den NPU-Bedarf erklärt und Datenschutz als Argument liefert.

Neues Design, neue Lizenzmodelle

Optisch sollen ein freischwebender Taskbalken mit abgerundeten Ecken, transluzente Interface-Elemente und eine oben platzierte Suchleiste mit direktem Copilot-Zugang das Erscheinungsbild prägen. Bei der Lizenzierung deuten Code-Referenzen darauf hin, dass Microsoft das klassische Einmalkauf-Modell für die Home-Edition beibehält, rechenintensive KI-Funktionen jedoch über ein Abonnement – möglicherweise via Windows 365 – anbieten könnte. Ob Windows-10-Nutzer ein kostenloses Upgrade erhalten, ist offen.

Offiziell bestätigt hat Microsoft nichts davon. Alle kursierenden Details basieren auf Leaks und Partnerkommunikation. Ein Produkt namens Windows 12 wurde bislang nicht angekündigt.

Update vom 4. März 2026, 16:00 Uhr:

In einem Beitrag zu dem Artikel von PC World schreibt Windows Central(öffnet im neuen Fenster) , dass laut Insidern, die mit der Windows-Roadmap vertraut sind, keine Veröffentlichung von Windows 12 im Jahr 2026 geplant sei. Microsoft wolle sich stattdessen darauf konzentrieren, auf die Kritik zu Windows 11 einzugehen und KI-Funktionen im System zu reduzieren .


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