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Germany's Gold: ProSiebenSat.1-Chef für Super-Mediathek mit ARD/ZDF

Die Anzahl der Unterstützer der Idee einer Super-Mediathek für öffentlich-rechtliche und private Sender findet einen weiteren Unterstützer. Doch dafür müsste wohl das Kartellrecht geändert werden.
/ Achim Sawall
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Die Mediathek der ARD (Bild: ARD/Screenshot: Golem.de)
Die Mediathek der ARD Bild: ARD/Screenshot: Golem.de

Conrad Albert, der Chef des Münchner Medienkonzerns ProSiebenSat.1, ist für eine gemeinsame Super-Mediathek mit den öffentlich-rechtlichen Sendern. Albert sagte dem Handelsblatt:(öffnet im neuen Fenster) "Ich begrüße die Idee. Wir brauchen deutsche und europäische Alternativen zu Netflix, Amazon Prime oder Youtube. Wir müssen mehr gemeinsam Hand in Hand machen, gerade auf der Inhaltsebene. Hier liegt unsere Kraft."

Germany's Gold, das kostenpflichtige Streamingprojekt von ARD und ZDF und für Filme von Dritten, musste im September 2013 eingestellt werden. Das Bundeskartellamt kritisierte, dass ARD und ZDF als Unternehmer und Wettbewerber auf dem Markt für Video-on-Demand auftreten würden. Die Mediathek und die Produktion der Inhalte seien gebührenfinanziert und verursachten bereits deshalb eine erhebliche Wettbewerbsverfälschung auf dem Markt für Video-on-Demand.

Das Kartellamt sei in der Vergangenheit über das Ziel hinausgeschossen, sagte Albert. "Wir brauchen ein stärkeres Verständnis für die realen Marktbedingungen und eine Anpassung des Medienkonzentrations- und Kartellrechts, um Gegengewichte im Markt zu ermöglichen." Es müsse denkbar sein, dass man zwischen großen Playern auch im Bewegtbild-Bereich verstärkt kooperieren könne.

Selbst Axel-Springer-Chef ist dafür

Der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm tritt laut einem Bericht des Deutschlandfunks(öffnet im neuen Fenster) für eine Super-Mediathek ein. Mehrere Intendanten wie Patricia Schlesinger vom RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) und Tom Buhrow vom WDR (Westdeutscher Rundfunk) haben die Idee unterstützt. "Dieser Vorschlag ist interessant und diesem Vorschlag wohnt auch eine absolut richtige Idee inne", sagte auch Mathias Döpfner, Präsident des Zeitungsverlegerverbandes BDZV und Vorstandsvorsitzender von Axel Springer SE.


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