Germany's Gold: Öffentlich-Rechtliche arbeiten an neuem Streaming-Portal

Die WDR Mediagroup arbeitet an einem Nachfolgeprojekt zu Germany's Gold, das vom Bundeskartellamt gestoppt wurde. Noch dieses Jahr soll es eine Ankündigung dazu geben.

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Germany's Gold: Öffentlich-Rechtliche arbeiten an neuem Streaming-Portal
(Bild: Joe Klamar/AFP/Getty Images)

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender arbeiten an einem Nachfolger für das gescheiterte Streamingportal Germany's Gold. Das berichtet die WDR Mediagroup in ihrem Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2013 im Bundesanzeiger. Darin heißt es: "Zudem steht in 2014 der Aufbau eines Alternativprojekts zu Germany's Gold an. Hierzu werden Gespräche im Produzentenkreis und im Kreis der ARD-Verwertungstöchter geführt. Ziel ist es, eine umsetzbare (sowohl juristisch als auch wirtschaftliche) Alternative für Germany's Gold in den Markt zu bringen."

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Germany's Gold, das kostenpflichtige Streaming-Projekt von ARD und ZDF, wurde im September 2013 eingestellt. Die seit November 2011 laufende Kartellamtsprüfung habe ergeben, dass sich das Vorhaben in der ursprünglich geplanten Form nicht umsetzen lasse, hatten die Sender erklärt. Das Bundeskartellamt kritisierte, dass ARD und ZDF als Unternehmer und Wettbewerber auf dem Markt für Video-on-Demand auftreten würden. Mediathek und die Produktion der Inhalte seien gebührenfinanziert und verursachten bereits deshalb eine erhebliche Wettbewerbsverfälschung auf dem Markt für Video-on-Demand.

Diese Einstellung wegen der "unrealistischen Vorgaben des Bundeskartellamts" sei "außerordentlich unerfreulich", erklärte die WDR Mediagroup. Der zuletzt vom Bundeskartellamt geforderte Umbau hin zu einer rein technischen Plattform wäre nicht profitbringend gewesen.

Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup, sagte der Medienfachzeitschrift Funk Korrespondenz: "Wir sprechen mit verschiedenen potenziellen Partnern sowohl von Sendern als auch aus Produzentenkreisen sowie Verlagen. Mit Blick auf die laufendenden Sondierungen können wir Details nicht kommentieren. Wir hoffen, noch in diesem Jahr konkrete Informationen veröffentlichen zu können."

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