German Refund Crew: Durchsuchungen wegen Computerbetrugs

In einer Telegram-Gruppe soll Rückerstattungsbetrug als Dienstleistung angeboten worden sein. Das BKA durchsuchte Räume bei sieben Verdächtigen.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Wenn Pakete einfach abgestellt werden, ist der Empfang schwer nachzuweisen.
Wenn Pakete einfach abgestellt werden, ist der Empfang schwer nachzuweisen. (Bild: MealPro/unsplash.com)

Das Bundeskriminalamt ermittelt gegen sieben Männer, denen unter anderem banden- und gewerbsmäßiger Computerbetrug sowie Datenhehlerei vorgeworfen werden. In diesem Zusammenhang durchsuchten die Ermittler am 19. Mai sieben Objekte in vier Bundesländern im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime Bayern.

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Es seien dabei etwa Smartphones, Bargeld und betrügerisch erlangte Waren sichergestellt worden. "Darüber hinaus konnten sechs Telegram-Accounts übernommen und gesichert werden", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Beschuldigten sollen sich in einer Telegram-Gruppe mit dem Namen German Refund Crew zusammengetan haben und dort Rückerstattungsbetrug angeboten haben. Dabei bestellt man Waren im Internet und täuscht anschließend eine Rücksendung vor, um sich den gezahlten Betrag erstatten zu lassen.

Diese Betrugsmasche offerierten die mutmaßlichen Täter als Dienstleistung. Sie kassierten dafür laut den Ermittlern eine Provision in Höhe von 23 bis 27 Prozent des Warenwertes.

Hygieneregeln bei Paketdiensten ausgenutzt

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Laut einer Recherche von c't wurde die Gruppe Mitte 2020 gegründet und unterhielt einen "Rundum-Service inklusive Coaching und Telefon-Service für die Rückerstattung". Bei den betrügerischen Bestellungen sollen die Verdächtigen ausgenutzt haben, dass aufgrund von pandemiebedingten Hygieneregeln häufig keine Unterschriften mehr für die Empfangsbestätigungen notwendig waren und so der Beweis für den Paketdienst schwerer fiel, dass eine Sendung tatsächlich zugestellt wurde.

Die Telegram-Gruppe ist seit Oktober letzten Jahres nicht mehr aktiv, nachdem das BKA gemeinsam mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main diese und andere Gruppen wie Cracked Accounts Shop übernommen hatte. Insgesamt werden den nun verdächtigten Personen 600 Taten vorgeworfen, bei denen sie mehr als eine halbe Million Euro Schaden verursacht haben sollen.

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