Jahrelange Verzögerung durch Ausschreibung zu erwarten
Die erforderliche Ausschreibung dürfte dazu führen, dass sich der Aufbau der Ladeinfrastruktur weiter verzögert. Ein Sprecher von Tank & Rast erklärte auf Anfrage von Electrive(öffnet im neuen Fenster) : "Wir werden nun zunächst die schriftlichen Urteilsgründe sichten." Das Magazin zitiert einen nicht namentlich genannten Prozessbeobachter mit den Worten: "Wir werden also die nächsten vier Jahre keine neuen Ladesäulen an den Raststätten sehen."
Ob diese Einschätzung zutrifft, bleibt abzuwarten. Beim Aufbau des sogenannten Deutschlandnetzes an unbewirtschafteten Raststätten dauerte es etwas mehr als drei Jahre von der ersten Ausschreibung im Oktober 2021 bis zur ersten Inbetriebnahme einer Ladestation im November 2024. Die Vergabe der Zuschläge dauerte jedoch zwei Jahre.
Für den Hochlauf der E-Mobilität ist die Verzögerung auf jeden Fall sehr ärgerlich. Elektroautofahrer müssten häufig auf unbewirtschaftete Raststätten oder Autohöfe ausweichen, was im Falle von Autohöfen mit längeren Anfahrtswegen verbunden ist. Langfristig bleibt zu hoffen, dass die neuen Ladestationen schon für höhere Ladeleistungen ausgelegt werden. Der Ladenetzbetreiber Ionity errichtet inzwischen erste Säulen mit 600 kW , BYD und Mercedes-AMG bringen schon erste Pkw für das Megawattladen auf den Markt.
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