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Gerichtsurteil in Belgien: Facebook entfernt Datr-Cookie bei Nichtmitgliedern

Facebook setzt das Urteil eines belgischen Gerichts um und hört damit auf, Daten von Nichtmitgliedern zu sammeln. Die Konsequenz: Nichtnutzer sehen keine öffentlichen Inhalte mehr.
/ Steve Haak
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Will in Belgien keine Daten mehr von Nichtmitgliedern sammeln: Facebook (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)
Will in Belgien keine Daten mehr von Nichtmitgliedern sammeln: Facebook Bild: Dan Kitwood/Getty Images

Facebook akzeptiert das Urteil eines belgischen Gerichts und entfernt den umstrittenen Datr-Cookie bei Nichtmitgliedern. Laut der BBC(öffnet im neuen Fenster) soll diese Woche die gerichtliche Anordnung zugestellt werden. Das Brüsseler Gericht hatte Facebook unter Androhung von Strafe verboten, Daten von Nichtmitgliedern zu sammeln. Wenn das Unternehmen nicht reagiere, soll eine Strafe in Höhe von 250.000 Euro pro Tag fällig werden.

Als Konsequenz aus der Umsetzung des Urteils werden Nichtmitglieder in Belgien nun keine öffentlichen Inhalte auf Profilseiten der Facebook-Nutzer mehr sehen. Das geht künftig nur noch mit einer Anmeldung auf dem Netzwerk.

Bei der Auseinandersetzung geht es um das seit Jahren umstrittene Identitätscookie Datr - eine Datei, die Facebook im Browser der Nutzer speichert. Die belgische Datenschutzkommission will Facebook den Einsatz des "datr"-Cookies verbieten lassen, das Informationen über das Verhalten von Nutzern auf Seiten mit dem Like-Button sammelt.

Facebook hat bereits mehrfach auf die Kritik an Datr reagiert. Sicherheitschef Alex Stamos argumentierte jüngst, das Cookie helfe, falsche Profile herauszufiltern und verhindere so Cyberattacken.


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