Gericht: Youtube-Ripper muss IP-Adressen und Standorte mitloggen

Ein russischer Betreiber zweier Youtube-Download-Webseiten ist von einem US-Gericht zu einer umfangreichen Nutzerdatenerhebung verpflichtet worden.

Artikel veröffentlicht am ,
Youtube-Ripper soll Daten von Nutzern sammeln.
Youtube-Ripper soll Daten von Nutzern sammeln. (Bild: Mohamed Hassan/Pixabay)

Der russische Betreiber zweier Webseiten zum Herunterladen von Inhalten auf Youtube ist von einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Virginia zu Überwachungsmaßnahmen verpflichtet worden: Er soll umfangreiche Protokolle der Nutzeraktivitäten führen und diese an die großen Plattenfirmen übergeben.

Stellenmarkt
  1. IT Servicetechniker (w/m/d) Remote Support
    Bechtle Onsite Services GmbH, Chemnitz, Neckarsulm
  2. IT-Administrator (m/w/d)
    Barmherzige Brüder Trier gGmbH, Paderborn, Trier, Koblenz, Mannheim, Bad Mergentheim
Detailsuche

Die Musiklabels, darunter Universal, Warner Bros und Sony, argumentierten vor Gericht mit massiven Urheberrechtsverletzungen durch den Download von Musikvideos als Video- oder MP3-Datei. Diese würden sowohl in den USA als auch in anderen Ländern genutzt. Den beiden Webseiten Flvto.biz und 2conv.com und ihrem Betreiber Tofig Kurbanov werfen sie Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung vor.

Laut einem Bericht des Onlinemagazins Torrentfreak setzte sich Kurbanov im Unterschied zu vielen anderen ausländischen Seitenbetreiben mit einem Anwaltsteam vor dem US-Gericht zur Wehr. Mit der Argumentation, dass die Gerichte keine Zuständigkeit für einen russischen Seitenbetreiber hätten, reichte er eine Klageabweisung ein.

IP-Adressen und Standortdaten müssen mitgeloggt werden

Das Bezirksgericht stimmte der Argumentation zunächst zu und wies die Klage ab. Die Plattenfirmen legten allerdings erfolgreich Berufung ein. Der Fall musste erneut vor dem Bezirksgericht Virginia verhandelt werden. Dies nutzten die Plattenfirmen, um Informationen wie Downloadstatistiken und Standortdaten von Kurbanov zu fordern. Solche Daten protokollierte der Betreiber jedoch nicht und konnte sie entsprechend nicht teilen.

Golem Karrierewelt
  1. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    10.08.2022, virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Gericht folgte der Argumentation der Musiklabels und verpflichtete den Beklagten, die Protokolle zu aktivieren, die Daten zu sammeln und weiterzugeben. Für alle konvertierten Dateien wollen die Labels "Dokumente über jede nachfolgende Nutzung, Vervielfältigung, Speicherung, Verteilung oder sonstige Verfügung über die Audiodatei, einschließlich des Datums und der Uhrzeit des Herunterladens der Audiodatei und des geografischen Standorts (d.h. des Bundesstaats) des Nutzers" erhalten.

Internet of Crimes: Warum wir alle Angst vor Hackern haben sollten (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Kurbanov sorgt sich durch das Sammeln von IP-Adressen um die Privatsphäre seiner Nutzer. Die Plattenlabels entgegneten, dass die IP-Adressen geschwärzt werden könnten. Allerdings wird aus dem Gerichtsbeschluss nicht deutlich, ob Daten geschwärzt werden dürfen. Laut Torrentfreak geht aus den Gerichtsdokumenten nicht hervor, dass die Musiklabels die Daten nutzen wollten, um Nutzer der Webseite zu verfolgen. Ausschließen lässt sich dies jedoch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


cruse 07. Jul 2021

Ups, Autorkorrektur beim Handy :x Mir gings hier auch eher um den willkürlichen Ansatz.

JTR 04. Jul 2021

Damit erfüllt man den Wunsch der US Gerichte und tangiert den Rest nicht.

franzropen 04. Jul 2021

Es sollen sehr wohl die IP-Adressen gespeichert werden. Die Labels wollen aber...

franzropen 04. Jul 2021

Die VPN-Anbieter loggen auch mit



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Erdbeben und Vulkanausbrüche
Glasfaserkabel als Frühwarnsystem

Seismografen registrieren Bodenbewegungen, Glasfasern können das aber besser. Forscher hoffen, mit ihnen Erdbeben und Vulkanausbrüche besser vorhersagen zu können.
Ein Bericht von Werner Pluta

Erdbeben und Vulkanausbrüche: Glasfaserkabel als Frühwarnsystem
Artikel
  1. Visual Studio Code im Web mit Gitpod: Ein Gewinn für jede Tool-Sammlung
    Visual Studio Code im Web mit Gitpod
    Ein Gewinn für jede Tool-Sammlung

    Helferlein Der Code-Editor Visual Studio Code erobert den Browser und die Remote-Arbeit - und das Kieler Unternehmen Gitpod ist mit seiner Lösung ganz vorne mit dabei.
    Von Kristof Zerbe

  2. Wärmeversorgung: Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand
    Wärmeversorgung
    Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand

    Der Versorger Vattenfall baut in Berlin einen riesigen Warmwasserspeicher, um Häuser im Winter heizen zu können. Das könnte beim möglichen Gasnotstand helfen.

  3. Netze: Massenentlassungen bei Open-RAN-Pionier Parallel Wireless
    Netze
    Massenentlassungen bei Open-RAN-Pionier Parallel Wireless

    Es wird viel über Open RAN geredet, aber offenbar wenig gekauft. Mit Parallel Wireless ist das Überleben eines der bekanntesten Branchenunternehmen in Frage gestellt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP HyperX Gaming-Headset -40% • Corsair Wakü 234,90€ • Samsung Galaxy S20 128GB -36% • Audible -70% • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 948€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ [Werbung]
    •  /