Geräuschunterdrückung: Bose verklagt Beats wegen Patentverletzungen
Drei Milliarden US-Dollar hat sich Apple Beats kosten lassen . Doch die Übernahme ist noch nicht unter Dach und Fach, da wird Beats mit einer Klage wegen Patentverletzungen konfrontiert. Bose beschwerte sich bei der U.S. International Trade Commission in Washington und reichte auch im US-Bundesstaat Delaware Klage ein.
Das Unternehmen soll laut einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) von Bloomberg widerrechtlich Techniken von Bose nutzen, die das klagende Unternehmen patentiert hat. Dabei handelt es sich um fünf Patente zur Geräuschunterdrückung bei Kopfhörern.
Die sogenannte Noise-Cancelling-Technik hat sich Bose mit mehreren Patenten geschützt. Diese Technik sei auch bei Beats-Kopfhörern eingesetzt worden, ohne dass dafür Gebühren bezahlt würden. Die Technik will Bose bereits in den 80er Jahren entwickelt haben. Sie wurde ursprünglich für das Militär eingesetzt. Erst im Jahr 2000 wurden allerdings Boses QuietComfort-Kopfhörer verkauft, die mit einer aktiven Geräuschunterdrückung arbeiten.
Eine aktive Geräuschunterdrückung funktioniert mit einem oder mehreren Mikrofonen, die zunächst die Umgebungsgeräusche auffangen. Ein gegenpoliges Signal wird dann im Kopfhörer erzeugt, der den eintreffenden Lärm auslöschen soll. Nicht nur Bose und Beats, sondern auch Hersteller wie Sony bieten Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung an.
Der Kläger fordert von Beats Schadensersatz und will über die ITC einen Verkaufsstopp erwirken. Auch der Import der Geräte aus dem Herstellerland in die USA soll unterbunden werden. Das hatte Bose schon mit Monster und dessen Kopfhörerlinie iSport Intensity versucht, wie Bloomberg berichtet. Die Anhörung ist aber erst im Herbst 2014.
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