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Tracking: Facebook analysiert geräteübergreifendes Nutzerverhalten

Wie effektiv ist Werbung auf mobilen Geräten? Facebooks Anzeigenkunden sollen den Weg vom ersten Klick bis zum Kauf nun genauer verfolgen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien
Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Stephen Lam/Getty Images)

Das soziale Netzwerk Facebook liefert seinen Werbekunden in Zukunft detailliertere Angaben über das Surf- und Kaufverhalten seiner Nutzer. Mit den geräteübergreifenden Analysen sollen Anzeigenkunden zum ersten Mal sehen können, wie sich die Nutzer zwischen mobilen und stationären Geräten bewegen, teilte Facebook in einem Blogbeitrag mit. Auf diese Weise könnten sie erkennen, auf welchem Gerät die Nutzer erstmals auf eine Anzeige geklickt und von welchem Gerät aus sie schließlich ihren Kauf getätigt haben. Die Daten werden anonymisiert und in Überblicksform weitergegeben.

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Möglich ist dieses "cross-device reporting" dadurch, dass sich Facebook-Nutzer auf allen Geräten mit ihrem Account anmelden müssen. Erste Auswertungen zeigen laut Facebook, dass von den Nutzern, die vor dem Kauf per Smartphone oder Tablet auf eine Anzeige klickten, rund ein Drittel innerhalb von 28 Tagen das Produkt schließlich per PC kaufte. Je mehr Zeit zwischen dem ersten Klick und dem Kauf verstrichen sei, desto eher erfolge der Kauf auf einem anderen Gerät. Liege der Anteil nach einem Tag nur bei 11 Prozent, steige er nach einer Woche auf 22 Prozent, um nach vier Wochen 32 Prozent zu erreichen.

Hohe Einnahmen durch mobile Anzeigen

In ersten Tests hätten Vermarkter die neuen Berichte genutzt, um die Rolle von mobilen Geräten in ihren Anzeigenkampagnen besser verstehen zu können. Dies sei mit gewöhnlichen Analysetools nicht so leicht möglich, da diese nicht geräteübergreifend die Nutzer verfolgten.

Mit den neuen Daten will Facebook offenbar belegen, dass Anzeigen auf mobilen Geräten wirksam sind, auch wenn der Kauf auf einem anderen Gerät erfolgt. Allerdings ist es bislang nicht so, dass sich die Kunden mit solcher Werbung auf Facebook zurückhalten. Dem aktuellen Quartalsbericht zufolge erzielte das soziale Netzwerk im zweiten Quartal 2014 mit mobilen Anzeigen 62 Prozent seiner Werbeerlöse, was einem Anstieg von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Mit monatlich 1,32 Milliarden Nutzern erzielte Facebook zuletzt einen Umsatz von 2,91 Milliarden US-Dollar im Quartal. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 138 Prozent auf 791 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Anzeigenkunden.

Nachtrag vom 14. August 2014, 12:40 Uhr

Wir haben deutlicher gemacht, dass Facebook keine einzelnen Nutzerdaten übermittelt, sondern anonymisierte Analysen des Klick- und Kaufverhaltens.



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M.P. 14. Aug 2014

Wer weiss, was demnächst in die Absätze "hipper" Sportschuhe alles eingebaut wird, im...


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