Geplatzte Übernahme: Twitter-Anwälte werfen Musk unrechtmäßiges Verhalten vor

Aus Sicht von Twitter hat Elon Musk keinen Grund, die geplante Übernahme von Twitter im Wert von 44 Milliarden US-Dollar abzusagen.

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Schlagabtausch zwischen Twitter und Elon Musk
Schlagabtausch zwischen Twitter und Elon Musk (Bild: Nikolas Kokovlis/Reuters)

Der Streit zwischen Twitter und Elon Musk geht weiter: In einer aktuellen Mitteilung von Twitters Anwaltskanzlei an die US-Börsenaufsicht SEC wird Elon Musks Vorgehen scharf kritisiert: Die Absage der Übernahme sei aus Sicht des Unternehmens "ungültig und unrechtmäßig". Musk habe "wissentlich, absichtlich, vorsätzlich und wesentlich gegen die Vereinbarung verstoßen", heißt es darin.

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Die Anwälte zitieren eine Klausel aus dem Kaufvertrag, wonach es Musk untersagt ist, Twitter oder seine Mitarbeiter zu verunglimpfen. In den zurückliegenden Wochen hat Musk Twitter immer wieder vorgeworfen, "falsche und irreführende" Angaben gemacht zu haben. Dabei geht es um die Menge an Spam-Konten bei Twitter. Zudem wirft Musk Twitter vor, einen Teil der Vereinbarung zur Übernahme nicht eingehalten zu haben.

Musks Anwälte behaupten, dass die Menge der Spam-Konten bei Twitter "weitaus höher" sei als von Twitter angegeben. Die Anwälte von Twitter hingegen kritisieren, dass für diese Behauptung keine Beweise vorgelegt worden seien. Zudem bestreitet Twitter, dass das Unternehmen seinen Teil der Vereinbarung zur Übernahme durch Musk nicht eingehalten zu habe.

Der Kampf zwischen Musk und Twitter

Am 8. Juli 2022 hatte Elon Musk die geplante Twitter-Übernahme abgesagt. Als Reaktion darauf gab Twitter einen Tag später bekannt, gegen Musk klagen zu wollen. Mit der Klage will das soziale Netzwerk erreichen, dass Musk die bereits vertraglich ausgemachte Übernahme Twitters durchführen muss.

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Für den Rechtsstreit mit Elon Musk hat Twitter die Anwaltskanzlei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz beauftragt. Diese Kanzlei war 2018 für Musk tätig. Damals ging es darum, dass Musk Tesla von der Börse nehmen wollte und angab, die dafür nötigen finanziellen Mittel zu haben. Dieser Plan wurde wieder aufgegeben. Daraufhin warf die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC Musk vor, den Markt manipuliert zu haben. Musk und Tesla mussten jeweils 20 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, Musk selbst trat als Teslas Aufsichtsratsvorsitzender zurück.

Im April 2022 kündigte Musk an, Twitter kaufen zu wollen. Twitter nahm das Übernahmeangebot im Wert von 44 Milliarden US-Dollar an. Seitdem wurde immer wieder in der Öffentlichkeit darüber gestritten, wie viele Spam-Konten Twitter hat. Bereits Anfang Juni 2022 drohte Musk, die Twitter-Übernahme abzusagen.

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