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Musiknoten wie Kochrezepte

Andreas Donauer, besser bekannt als "Donikkl", sieht im Musik-Wiki ebenfalls eine große Chance für Künstler. 10 Millionen Mal wurde sein "Fliegerlied" ("Heut ist so ein schöner Tag") weltweit verkauft. Er könnte sich vorstellen, seine Noten und den Text online zu stellen. "Ich freue mich, wenn Lehrer und Erzieher im Kindergarten oder in der Grundschule mit meinen Liedern arbeiten", spricht der Pädagoge aus ihm. Dass die Noten für alle kostenlos zur Verfügung stünden, würde ihn nicht stören. "Ich würde zwar mein geistiges Eigentum kostenlos hergeben, aber ich würde dafür auch etwas bekommen. Für mich als Künstler wäre das Musik-Wiki eine Art Promotion-Tool, das mich nichts kostet und das ich nicht pflegen müsste." Sein Wunsch wäre nur, dass man als Komponist deutlich für die User ersichtlich wäre. "Und vielleicht könnte man die Gema-Nummer der Urheber gleich dazuschreiben", so sein Vorschlag.

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Ohnehin verdienten Künstler und Verlage weitaus weniger am Verkauf ihrer Noten als durch Gagen und Merchandising, sagte Musikwissenschaftler Frank Christian Stoffel. Dann erst kämen weit abgeschlagen Gewinne durch verkaufte Tonträger. Er fordert deshalb, Noten nicht mehr urheberrechtlich zu schützen. "Noten sind nur eine Sammlung von Zutaten, Mengenangaben und Anweisungen zur Herstellung von Musik. Sie sollten wie Kochrezepte frei sein." Außerdem könne sich jeder halbwegs talentierte Musiker die populäre Musik der vergangenen 70 Jahre mühelos heraushören und neu interpretieren. "Ich möchte bezweifeln, dass Heino bei seiner jüngsten Neuinterpretation deutscher Rockhits auch nur eine Partitur benutzt hat", sagt Stoffel.

Musik-Wiki als zentraler Anlaufpunkt

Deshalb findet er die Idee der freien Noten im Internet gut. "Wohlgemerkt nur die Noten, nicht die Musik", betont Donikkl. "Die Musik, die aus den Noten entsteht, ist eine Interpretation des Werkes eines Komponisten. Das Werk sollte geschützt bleiben mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sprich Lizenzgebühren für die kommerzielle Nutzung." Das wäre auch in Donikkls Sinn. "Wenn wir pro angeklicktes Musikvideo bei Youtube auch nur einen Cent bekämen, wäre das toll. Aber davon haben wir wirklich nichts."

Es gebe bereits zahlreiche weit verstreute Angebote im Internet, die Noten zur Verfügung stellen oder Akkorde populärer Musikstücke in Youtube-Videos zeigen. Das Musik-Wiki soll das weit verstreute Angebot aggregieren und darüber hinaus Informationen zu Musikstücken oder Künstlern bieten, sagte Heigl zu Golem.de. Er sei fasziniert davon gewesen, dass Wikis jetzt Noten darstellen könne. Es sei aber denkbar, die Noten auch abzuspielen. Heigl sei zunächst einmal an der Technik interessiert.

Wann das Musik-Wiki online gehen soll, kann Heigl noch nicht genau sagen. Einen Termin im Herbst 2014 hält er durchaus für möglich. Es gebe aber auch noch das Problem der Finanzierung. Heigl wolle das Projekt jedoch in jedem Fall umsetzen, sagte er zu Golem.de. Rechtliche oder technische Probleme wolle er auf sich zukommen lassen.

 Geplantes Musik-Wiki: "Freie Musiknoten für alle"
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YNedderhoff 29. Apr 2014

Mich würde es freuen, wenn es irgendwann einmal zum guten Ton gehören würde, zu seiner...

Sammie 29. Apr 2014

Die sogenannten "Urheber" haben doch sowieso keine Rechte an ihren Werken. Sobald sie...

Beeblox 29. Apr 2014

Nun, man kann Nummern auf die Notenköpfe schreiben: http://lilypond.org/doc/v2.14...

rj.45 29. Apr 2014

Ich habe ziemlich viele hervorragende Tabs gefunden, das Bewertungssystem funktioniert...

suit1337 28. Apr 2014

Wenn ich eine Website sehe, mach ich auch problemlos im Kopf ein Eeverse Engineering und...


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