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Geplante Obsoleszenz: Umweltbundesamt will Mindestbetriebsdauer für Elektrogeräte

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Bild aus "Murks? Nein danke." (Bild: Murks? Nein danke.)

Das Umweltbundesamt traut sich endlich, gegen die geplante Obsoleszenz vorzugehen. Zumindest gibt es Pläne für ein Label mit einer Mindestbetriebsdauer von Elektronik und Elektrogeräten.

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Das Umweltbundesamt arbeitet an Vorschlägen für eine Mindestbetriebsdauer-Kennzeichnung für Elektrogeräte, die sich gegen die gewollte Obsoleszenz richten. "Wir sehen, dass Verbraucher zu wenig Informationen zur Produktlebensdauer haben", sagte Ines Oehme, die im Umweltbundesamt für Ökodesign und Umweltkennzeichnung zuständig ist, im SWR3-Interview.

Das Ziel: "Produkte müssen eine verlässliche Mindestlebensdauer haben, ohne dass in dieser Zeit Reparaturen anfallen." Wie eine Kennzeichnung oder ein Label aussehen kann, ist noch offen, Oehme nannte aber Beispiele: "Man kann nicht immer nach Jahren messen, sondern in Leistungszyklen. Bei einer Waschmaschine die Zahl der Waschgänge, bei einer Lampe die Zahl der Brennstunden oder beim Motor die Zahl der Stunden."

Zwischenergebnisse einer Studie zu gewollter Obsoleszenz des Umweltbundesamtes belegten eine kürzere "Erst-Nutzungsdauer" bei Fernsehgeräten. Die Studie wurde zusammen mit dem Öko-Institut durchgeführt. Ein Viertel der Nutzer tauschte ein Gerät wegen Defekten aus. Bei einem Neukauf war das ersetzte Gerät im Jahr 2012 im Durchschnitt nur 5,6 Jahre alt.

Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Erstnutzungsdauer von Röhrenfernsehern von 2005 bis 2012 zwischen zehn und rund zwölf Jahren. In der Studie hieß es: "Nach der ersten Halbzeit der Studie lassen sich noch keine Belege für gezielt eingebaute Schwachstellen in Produkten liefern. Eine systematische Analyse für die Ursachen der Geräteausfälle und -defekte erfolgt nun in einem zweiten Teil der Studie."

Gewollte Obsoleszenz ist längst bewiesen

Holger Krumme, Technikchef beim Bensheimer Testhaus HTV, hatte im Juni 2013 konkrete Beispiele für geplante Obsoleszenz in der Elektronik genannt. HTV vergibt für langlebige Modelle ein Gütesiegel.

"Wir haben eine Vielzahl von Beispielen für Produkte, die unserer Meinung nach eingebaute Sollbruchstellen enthalten: Besonders auffällig ist zum Beispiel die Verwendung besonders hitzeempfindlicher Bauteile in direkter Nähe zu Hitzequellen. Bei einer Vielzahl der unterschiedlichsten Bildschirme oder LCD-Fernseher befinden sich Elektrolytkondensatoren unmittelbar neben Leistungsbauteilen, die über 100°C warm werden", sagte Krumme. Die Betriebsdauer der Kondensatoren betrage dann nur noch wenige Tausend Stunden. "Nach zwei bis drei Jahren fallen diese aus, mit dem Resultat, dass der gesamte Bildschirm aufgrund zu hoher Reparaturkosten auf den Müll wandert."

Die starke Alterung von Kondensatoren bei hoher Temperatur wird seiner Ansicht nach auch gezielt bei Computerplatinen renommierter Hersteller angewandt, bei denen sich diese Bauteile genau im Heißluftstrom der Prozessorkühlung befinden.


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/mecki78 26. Jun 2015

Und liegt genauso im Abluftstrom, weil die die meisten CPU Kühler von oben auf die CPU...

Trollversteher 26. Jun 2015

Ja wirklich schlimm, diese Verschwörungstheorien, die in beinahe jedem Studium mit...

Trollversteher 26. Jun 2015

Tja, Du gehörst halt eindeutig zur "heute-kaufen-morgen-wegwerfen" Generation. Und...

Lala Satalin... 26. Jun 2015

Gewährleistung ist Augenwischerei. Solange ich kein Austauschgerät bekomme während der...

Lala Satalin... 26. Jun 2015

Na ja, mich interessiert das nicht mehr so und wundern tut es mich auch nicht, dass die...



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