Abo
  • Services:
Anzeige
Hatte Apple seinen eigenen Stagefright-GAU?
Hatte Apple seinen eigenen Stagefright-GAU? (Bild: Apple/Bildmontage: Golem.de)

Gepatchte Lücken: Hatte Apple seinen eigenen Stagefright-GAU?

Hatte Apple seinen eigenen Stagefright-GAU?
Hatte Apple seinen eigenen Stagefright-GAU? (Bild: Apple/Bildmontage: Golem.de)

Gravierende Sicherheitslücken in seinen Betriebssystemen hat Apple mit ganz unauffälligen Updates am Montag beseitigt. Sie ermöglichten es, aus der Ferne Schadcode auszuführen, und werden sogar mit Androids Stagefright-Desaster verglichen. Aber es gibt Unterschiede.

Als Apple am 18. Juli Software-Updates seiner aktuellen Betriebssysteme veröffentlichte, lief dies vielfach unter "kleinere Korrekturen" und "relativ uninteressant". Auch Golem.de berichtete.

Anzeige

Dabei patchen die Aktualisierungen auf iOS 9.3.3, OS X v10.11.6, WatchOS 2.2.2 und TVOS 9.2.2 jeweils eine Lücke in Apples Grafikbibliothek Core Graphics, die Androids Stagefright-GAU manchen Berichten zufolge in nichts nachsteht. Wie das Stagefright-Pendant soll sich die Apple-Lücke über das Internet einfach durch den Empfang einer präparierten Bilddatei ausnutzen lassen. Dabei soll es unerheblich sein, ob die Bilddatei über MMS, Webseiten oder andere Sofortnachrichtendienste empfangen wird.

Genauso schlimm wie Stagefright?

Gefährdete Bildformate sind laut Security Advisory neben BMP-Bitmaps und TIFFs auch OpenEXR und Digital Asset Exchange. "Bilddateien sind ein perfekter Angriffsvektor, weil sie sehr einfach über das Web oder E-Mail-Verkehr verteilt werden können, ohne beim Empfänger Misstrauen zu wecken", schreibt der Entdecker der Lücken, Tyler Bohan von Cisco Talos.

Weil Apples Core Graphics empfangene Bilder automatisch bearbeite, um etwa Thumbnails zu erstellen, könne ein Angreifer Schadcode auf dem Zielgerät ausführen, ohne dass dabei notwendigerweise eine Interaktion des Nutzers Voraussetzung sei.

Update-Reichweite macht den Unterschied

Andere Stimmen warnen jedoch vor dem Vergleich mit Stagefright. Glenn Fleishman weist in Macworld darauf hin, dass einige der vermuteten Angriffswege noch gar nicht in der Praxis erwiesen seien. Zwar habe Bohan erfolgreich Attacken gegen Safari und OS X getestet, MMS oder iMessage seien aber bisher nur theoretisch verwundbar.

Und ein weiterer großer Unterschied besteht: Während durch Stagefright alle Android-Versionen von 2.3 (Gingerbread) bis 5.1 (Lollipop) betroffen sind, ist die Zahl der verwundbaren Apple-Geräte überschaubar. Darüber hinaus wird Stagefright aufgrund des typischerweise langsamen Rollouts von Android-Updates durch die Smartphone-Hersteller noch über Jahre hinaus Millionen Geräte betreffen. Auch im Juli 2016 laufen noch 86,7 Prozent aller Android-Geräte unter Version 5.1 oder älteren Versionen.

Apple-Updates verbreiten sich traditionell viel schneller. Beispiel: iOS 9 wurde am 15. September 2015 veröffentlicht. Zweieinhalb Monate später lief es bereits auf 70 Prozent aller iPhones.


eye home zur Startseite
subjord 24. Jul 2016

Es ist halt die frage. Wenn man ein gutes Hackerziel darstellt, da man beruflich etwas...

Cerb 23. Jul 2016

denn letztendlich weiß keiner wie lange die Lücke schon bestimmten Gruppierungen oder...

MarioWario 22. Jul 2016

und auch der US-Support von Apple konnte das Problem mit meinem MBP aus 2011...

ap (Golem.de) 22. Jul 2016

Und auch ab hier gehts auf die Wiese.

Dummer Mensch 22. Jul 2016

Haben die schon lange, Stichwort Android one. Bloß nutzt kaum irgendein Smartphone...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dentsply Sirona, The Dental Solutions Company, Bens­heim
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg
  3. access KellyOCG GmbH, deutschlandweit
  4. Robert Bosch GmbH, Böblingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,90€ statt 149,90€
  2. und Destiny 2 gratis erhalten
  3. 9,49€ + Versandkosten (Steam Link einzeln kostet sonst 54,99€ und das Spiel regulär 11,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  2. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  3. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  4. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  5. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  6. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  7. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  8. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  9. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  10. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

  1. Re: Meanwhile in Germany...

    M.P. | 16:10

  2. Re: Nie wieder ein SM ohne Wasserschutz!

    plutoniumsulfat | 16:10

  3. Re: Irgendwas mit Staatsfunk

    Slartibratfass | 16:09

  4. Ich will möglichst viele Quellen nutzen können!

    zuschauer | 16:07

  5. OT: Golem-Werbung

    teenriot* | 16:05


  1. 16:10

  2. 15:50

  3. 15:05

  4. 14:37

  5. 12:50

  6. 12:22

  7. 11:46

  8. 11:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel