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Geothermie:
Raus aus dem Untergrund!

Klimaneutrale, fast unerschöpfliche Energie , Tag und Nacht, Winter wie Sommer: Geothermie verspricht viel und kommt endlich aus der Nische.
/ Jan Oliver Löfken
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Die Geothermieanlage München Riem (Bild: SWM/Thomas Einberger)
Die Geothermieanlage München Riem Bild: SWM/Thomas Einberger

In 1.760 Meter Tiefe wurden sie fündig. Zwei neue Bohrungen stießen unlängst in den Boden unter der Fontanestadt Neuruppin, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Berlin. 65 Grad heißes Thermalwasser strömt dort durch die tief liegenden Sandsteinschichten. " Und es ist sogar mehr Wasser, als wir erhofft hatten" , sagt Artur Dzasokhov, Technischer Leiter bei den Stadtwerken Neuruppin. Ideale Bedingungen, um mit der Wärme aus dem Untergrund bis zu 70 Prozent des Neuruppiner Fernwärmebedarfs über das bereits existierende Wärmenetz zu heizen(öffnet im neuen Fenster) .

Dazu wird das Tiefenwasser an die Oberfläche befördert und mit Wärmepumpen noch etwas mehr aufgeheizt, auf knapp über 70 Grad im Sommer und rund 85 Grad im Winter. Ende 2026, wenn alle Testmessungen durchgeführt und alle Anlagen an der Oberfläche aufgebaut sein werden, soll das Geothermieprojekt in Betrieb gehen.

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