Georgia: Wählerdaten vor Analyse von Server gelöscht

Bevor im US-Bundesstaat Georgia untersucht werden konnte, ob eine Manipulation der Wählerverzeichnisse erfolgt ist, wurden die Daten gelöscht. Bislang will niemand dafür verantwortlich sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben
Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben (Bild: Amada44/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Wählerdaten im US-Bundesstaat Georgia wurden vor einer geforderten unabhängigen Überprüfung gelöscht, wie Associated Press berichtet. Eigentlich sollte unter anderem überprüft werden, ob eine Einflussnahme russischer Hacker das Wahlergebnis verfälscht hat oder nicht. Donald Trump hatte den Staat bei der Wahl im vergangenen November gewonnen und 16 Stimmen für das Electoral College geholt.

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Im vergangenen Jahr hatte der Sicherheitsforscher Logan Lamb herausgefunden, dass das fragliche System unsicher konfiguriert war und die gesamte Wählerdatenbank ungeschützt im Netz stand. Sie sei sogar von Google indexiert worden und somit einfach auffindbar gewesen. "Du konntest einfach ins Root-Verzeichnis gehen und alle dort gehosteen Daten einfach herunterladen - ganz ohne Login", sagte der Forscher.

Die Sicherheitslücken wurden trotzdem erst nach mehreren Monaten gepatcht. Nach der Wahl hatten sich mehrere Wähler aus dem Staat zusammengetan und geklagt, um eine unabhängige Sicherheitsanalyse zu erzwingen. Immer wieder war befürchtet worden, dass entweder die notorisch unsicheren Wahlcomputer oder die Wählerverzeichnisse der Bundesstaaten gehackt werden könnten.

Daten wurden kurz nach Klageeinreichung gelöscht

Dank dem US-Informationsfreiheitsgesetz befreite E-Mails zeigen allerdings, dass die Daten auf dem Server wenige Tage nach Einreichung der Klage gelöscht wurden. Auch Backups wurden offenbar gezielt vernichtet. Unklar ist bislang, wer die Löschung angeordnet hat. Die lokale Regierung Georgias will damit jedenfalls nichts zu tun haben.

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In den USA läuft derzeit eine Untersuchung der Vorgänge rund um die US-Wahl. Dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und Mitgliedern seiner Kampagne wird vorgeworfen, gezielt mit Russland zusammengearbeitet zu haben, um seine Wahlchancen zu verbessern. Immerhin wurden nur die Daten eines Servers gelöscht und nicht das ganze Datencenter ausgelöscht.

Eine letzte Chance auf eine Analyse gibt es aber offenbar noch: Nach Angaben von The Register hat die US-Bundespolizei FBI eine Kopie der Daten gezogen. Ob diese Kopie noch vorhanden ist, hat das FBI aber bislang nicht gesagt.

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Niaxa 28. Okt 2017

In letzter Zeit mal mit echten Medien zu tun gehabt? Bildung soll helfen.

Niaxa 28. Okt 2017

Ich dachte eher an Hauptsache Alessio geht's gut. So hieß der doch oder ^^.

teenriot* 27. Okt 2017

Zum Glück hat der Präsident keinen Einfluss auf das FBI und kann Behördenleiter einsetzen...

bastie 27. Okt 2017

Du meinst sicherlich BND und nicht BSI.



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