George Orwell: Videoüberwachung in britischen Märkten soll an 1984 erinnern

Mittels Blacklisting und Gesichtserkennung will eine britische Kette kriminelle Personen erkennen. Big Brother Watch sieht Probleme.

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Im Großbritannien ist Videoüberwachung weit verbreitet.
Im Großbritannien ist Videoüberwachung weit verbreitet. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Die britische Handelsmarktkette Southern Co-Operative wird von einer Menschenrechtsgruppe kritisiert. Das Unternehmen setze massenhaft biometrische Videoüberwachung ein, die an George Orwells Roman 1984 erinnere. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sei es kritisch, dass Profile von Kunden erzeugt und gespeichert werden können, die mittels Gesichtsidentifikation identifizierbar sind.

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Die Gruppe Big Brother Watch hat deshalb gegen den Konzern eine formelle Beschwerde eingereicht. Die Datensammlung verletze die Datenschutzrechte einer signifikanten Anzahl an betroffenen Personen. Southern Co-Op setzt laut eigenen Aussagen die Technik aktuell in 35 von etwa 200 Geschäften ein.

Mitarbeitersicherheit oder Generalüberwachung

Dabei handelt es sich um Technik des britischen Unternehmens Facewatch. Dessen Software analysiert aufgenommene Gesichter und gleicht diese mit einer Datenbank bekannter krimineller Personen ab. Dabei können verschiedene Facewatch-Systeme ihre Datenbanken miteinander teilen. Werden entsprechende Personen erkannt, dann können Angestellte informiert werden, die anschließend weitere Schritte selbstständig einleiten. Die Gesichtserkennung schütze deshalb Mitarbeiter vor Übergriffen und eventuellen Gewalttaten, heißt es.

Southern Co-Op gibt an, dass Daten nur gespeichert würden, wenn es sich bei einer erkannten Person um ein auf der Blacklist gespeichertes Individuum handele. "Das System richtet sich an der DSGVO aus", heißt es in einer Stellungnahme. Big Brother Watch hat dazu eine andere Meinung.

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"Der Supermarkt fügt Kunden ohne ordnungsgemäßes Verfahren zu geheimen Beobachtungslisten hinzu, was bedeutet, dass Käufer ausspioniert, in mehreren Geschäften auf die schwarze Liste gesetzt und der Lebensmitteleinkauf verweigert werden können, obwohl sie völlig unschuldig sind", schreibt die Organisation. Dabei werden auch Vergleiche zur Netflix-Serie Black Mirror gezogen: "Das würde selbst in einer Folge von Black Mirror extrem klingen, und doch findet es gerade jetzt in Großbritannien statt."

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